c't 19/08
Rufen Sie zuerst Lightroom auf und speichern Sie bei allen Fotos, deren Koordinaten Sie ändern möchten, die Metadaten. Das geht für alle Bilder eines Ordners per „Metadaten speichern“ im Kontextmenü des Ordnernamens, oder für alle selektierten Bilder per Strg-S oder den Menüpunkt Metadaten | Metadaten in Datei speichern. Die Metadaten schreibt Lightroom bei JPGs in die Datei selbst, bei RAW-Fotos legt es eine Zusatzdatei mit Endung XMP an. Ohne dieses Speichern der Metadaten würde Lightroom beim Lesen der GPS-Koordinaten sämtliche Bearbeitungsschritte, Stichwörter und Änderungen an den EXIF- und IPTC-Daten löschen, was praktisch einem Neu-Import des Fotos entspräche.
Dann können Sie mit dem externen Tool die Geodaten setzen, entweder manuell oder aus einem Track ausgelesen. Mit JPG-Dateien kann jedes dieser Tools umgehen, einige wie das von Microsoft kennen auch verschiedene RAW-Formate. Für Lightroom bieten sich vor allem Tools wie GeoSetter (siehe untenstehenden Soft-Link) an, die zusätzlich Lightrooms XMP-Dateien kennen und dort die Koordinaten hinterlegen, denn so bleibt das RAW-Foto unangetastet.
Zurück in Lightroom (schließen müssen Sie es übrigens zwischendurch nicht) laden Sie die Metadaten der betroffenen Fotos per Strg-L oder über das Ordner-Kontextmenü, und schon zeigt Lightroom in den EXIF-Daten die GPS-Koordinaten an.
Alle Metadaten inklusive GPS speichert Lightroom übrigens auch in der internen Bibliothek, sodass Sie die XMP-Dateien nun wieder löschen können – falls sie nicht als Metadaten-Backup oder zum Austausch zwischen verschiedenen Lightroom-Bibliotheken benötigt werden. (jow)
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