c't 4/05
| Die Pin-Belegung bei ATX12V-2.0-Netzteilen mit 24-poligem Stecker erweitert die früheren Vorgaben. |
Der 24-polige Stecker bringt je einen zusätzlichen Pin für 5, 3,3 und 12 Volt sowie eine weitere Masseverbindung, steigert damit also die Strombelastbarkeit der Verbindung zwischen Netzteil und Mainboard. Ein weiterer Unterschied betrifft die -5-Volt-Versorgung, die bei ATX12V 2.0 nicht mehr vorgesehen ist, die aber viele ATX-Mainboards schon seit geraumer Zeit nicht mehr nutzen (siehe auch www.heise.de/ct/faq/hotline/04/18/08.shtml). Sofern die vier seitlich überstehenden Kontakte des neuen Steckers nicht mit Bauteilen des Mainboards kollidieren, sollte alles wie bisher funktionieren.
Es ist allerdings wichtig, dass das Netzteil mit dem 24-poligem Stecker tatsächlich dem ATX12V-2.0-Standard oder dem Server-Standard EPS12V entspricht - es gibt nämlich auch Spezifikationen für Server-Netzteile wie ATX-GES oder WTX, die eine andere Pin-Belegung des 24-poligen Steckers vorschreiben. Der Anschluss solcher Netzteile an ATX- oder EPS12V-Mainboards kann beide Komponenten zerstören.
Der umgekehrte Fall, neues Mainboard mit 24-poliger Buchse und altes, 20-poliges Netzteil, bereitet in der Regel auch keine Schwierigkeiten. Die meisten der neuen Desktop-Mainboards mit 24-poliger „Main-Power“-Buchse nach ATX12V-2.0-Standard laufen auch mit 20-poliger Versorgung. Man sollte das aber im Handbuch kontrollieren (siehe auch c't 10/04, S. 130). (ciw)
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