Wie kann ich Linux so konfigurieren, dass sich mein Heimserver nicht abschaltet, wenn die Putzfrau oder die Katzen versehentlich den Ein- und Aus-Taster betätigen?
Sofern niemand am System angemeldet ist, ignorieren manche Distributionen – etwa die aktuellen Versionen von Fedora und Ubuntu – standardmäßig das ACPI-Event, das die Hardware beim Betätigen des Ein-/Aus-Tasters sendet. Bei anderen Distributionen muss man dieses Verhalten erst konfigurieren; die dazu nötigen Schritte sind von der eingesetzten Linux-Distribution und deren Konfiguration abhängig.
Hat man etwa Debian 6 so konfiguriert, dass automatisch ein X-Server mit dem Login-Manager von Gnome startet, muss man die Konfiguration von Letzterem wie folgt anpassen, um das Event zu ignorieren:
gconftool-2 --direct --config-source
xml:readwrite:/etc/gconf/gconf.xml.mandatory
--type string --set
/apps/gnome-power-manager/buttons/power nothing
Bei OpenSuse und einigen anderen Distributionen wird das ACPI-Event durch den Hintergrunddienst acpid verarbeitet. Bei ihm lässt sich das Herunterfahren unterbinden, indem man in der Datei /etc/acpi/events/power_button die mit „action“ beginnende Zeile auskommentiert.
Am zuverlässigsten und vielfach einfachsten ist die „harte“ Lösung: Trennen Sie die Verbindung zwischen Mainboard und Power-Taster. Damit Sie Ihr System wieder einschalten können, falls Sie es mal bewusst heruntergefahren haben, sollten Sie das BIOS-Setup öffnen, nach einer Option mit einem Namen wie „Power-on after Power-loss“ suchen und dort „Always“ einstellen; fortan können Sie den Rechner einschalten, indem Sie die Stromversorgung für einige Sekunden trennen. (
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