Profi-Grafikkarten als Goldesel

Praxis & Tipps | Tipps & Tricks

In unserer Firma arbeiten wir mit professionellen CAD-Applikationen auf Workstations, in denen teure Nvidia-Quadro-Grafikkarten stecken. Immer wieder kommt die Frage auf, warum wir nicht die billigeren und obendrein schnelleren Consumer-Grafikkarten, zum Beispiel der GeForce-Reihe, verwenden. Einige Kollegen und auch Systemadministratoren meinen sogar, dass es bei Profi-GPUs wie AMD FireGL und Nvidia Quadro nur um Geschäftemacherei gehe. Was steckt wirklich dahinter?
Der Hauptunterschied zwischen Consumer- und Profi-Grafikkarten ist tatsächlich der auf die Konstruktions- und Visualisierungsprogramme stark optimierte Workstation-Treiber. Die Grafikchips sind (normalerweise) die gleichen, wie sie auch auf den deutlich billigeren Consumer-Grafikkarten zur Anwendung kommen. AMD und Nvidia lassen sich also vor allem den zertifizierten Treiber bezahlen. Dieser ist für manche Firmen aber der entscheidende Aspekt, weil die Hersteller der CAD- oder Design-Software Support- und Service-Optionen an den Einsatz zertifizierter Hardware und Treiber binden – und dabei geht es um sehr viel mehr Geld als den Preis einer Profi-Grafikkarte.
Grundsätzlich funktionieren die meisten Profi-Programme auch mit Consumer-Karten, der normale Treiber schaltet aber einige Funktionen nicht frei, etwa hardwarebeschleunigte Linien oder die 10-Bit-Ausgabe zur Darstellung von über einer Milliarde Farben via DisplayPort oder Dual-Link-DVI.
Mehr dazu können Sie etwa im umfangreichen Profigrafikkarten-Test in Ausgabe 5/11 lesen. Dort bekommen Sie auch einen Eindruck der Leistungsfähigkeit, auch im Vergleich zu einigen Consumer-Karten. (mfi)

Infos zum Artikel

0Kommentare
Kommentieren
Kommentar verfassen
Anzeige

Anzeige

Anzeige