c't 17/03
Zur Sicherung der Stabilität dimensionieren die meisten Privatkunden das ATX-Netzteil viel zu groß. Das führt zwangsläufig zu Stromverschwendung, da Netzteile nur im Volllastbereich mit maximalem Wirkungsgrad arbeiten. Doch Abhilfe ist nur durch Ausprobieren möglich: Die genaue Verteilung der Leistung auf die einzelnen Spannungsschienen ist weder für Mainboards noch für Netzteile genau festgelegt. Es ist also möglich, dass ein bestimmtes 250-Watt-Netzteil einen konkreten Rechner stabiler versorgt als ein anders ausgelegtes 300-Watt-Modell.
Nur wenige allgemeine Hinweise sind bekannt: Die meisten Pentium-4-Mainboards belasten vor allem die 12-Volt-Schiene, Platinen für den Athlon oft den 5-Volt-Zweig.
Weil die meisten PC-Komponenten sich extrem dynamisch verhalten, ist die Abschätzung ihres Leistungsbedarfs sehr schwierig. Addiert man nur die jeweiligen Maximalwerte, kommt man auf unrealistisch hohe Zahlen. Für die Konfiguration von Servern bietet Intel ein Excel-Arbeitsblatt zum Download an, das einige interessante Daten enthält (siehe Soft-Link).
Eine grobe Abschätzung für Arbeitsplatzrechner kann man mit Beispielrechnern im Internet ermitteln, etwa dem JavaScript-Tool auf www.rise-comp.de/informationen.shtml. Solche Rechner liefern typischerweise die Spitzenleistung, die ein Netzteil liefern können muss. (ciw)
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