c't 8/06
Auf vielen alten Ultra160-SCSI-RAID-Hostadaptern wie dem MegaRAID 1600 Elite von LSI Logic, dem Dell Perc3/DC oder dem AMI MegaRAID Elite 1600 sitzt neben den eigentlichen SCSI-Controllerchips ein I/O-Prozessor von Intel, der i960RN. Darin steckt ein skalarer 100-MHz-RISC-Kern mit einer für höhere Datentransferleistungen zu geringen Rechenleistung. Diesen Nachteil haben viele ältere RAID-Hostadapter mit ähnlichen I/O-Prozessoren wie der Adaptec AAR-2400A (siehe auch „volle Platten-Power“, c't 1/03, S. 126): Er blieb ebenfalls im RAID-0-Modus unter 40 MByte/s.
Heutige preiswerte RAID-Hostadapter, die dem Hauptprozessor des PC die eigentlichen RAID-Berechnungsaufgaben überlassen, sind meist schneller als „echte“ ältere Hardware-RAID-Adapter. Viele Betriebssysteme bieten eigene RAID-Funktionen, sodass man auf einen speziellen Hostadapter ganz verzichten kann, sofern man nicht unbedingt unterschiedliche Betriebssysteme von den RAID-Platten booten will. Aktuelle RAID-Hostadapter für SCSI- oder SAS-Laufwerke erreichen mit schnellen I/O-Prozessoren wie Intels IOP332/333 mittlerweile wesentlich höhere Datentransferraten (mit ausreichend vielen Laufwerken mehrere hundert MByte/s), sind aber teuer. Hohe Performance bei RAID-5- oder RAID-6-Konfigurationen ist meistens nur mit lokalem Pufferspeicher auf den RAID-Hostadapterkarten zu erreichen, der mit einem Batteriemodul gegen Stromausfall gesichert werden sollte. (ciw)
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