Aufgrund der günstigen Speicherpreise habe ich mir ein 256-MByte-Modul geleistet. Das BIOS meines Mainboards mit Intel-440BX-Chipsatz meldet jedoch nur 128 MByte, auch Windows erkennt nicht mehr. Kann ein BIOS-Update helfen?
Jeder Chipsatz besitzt eine begrenzte Anzahl von Adressleitungen, über die er einzelne Speicherzellen auswählt. Die Anzahl dieser Leitungen bestimmt die maximale Größe der SDRAM-Chips auf den Speicherriegeln, die ein Chipsatz erkennt. Der 440BX verträgt maximal 128-MBit-Chips, beim älteren 430HX oder VIAs MVP3 dürfen es höchstens 64-MBit-Chips sein. Auf einem BX-Mainboard lassen sich also höchstens 256-MByte-Riegel aus 16 128-MBit-Chips einsetzen. Da die Chiphersteller zunehmend Bausteine größerer Kapazität fertigen, finden sich auch schon 128-MByte-Module aus nur vier 256-MBit-Chips im Handel. Beim Aufrüsten älterer Boards muss man also genau aufpassen, welche und wie viele SDRAM-Chips auf den Speicherriegeln sitzen. Der 440BX verträgt streng genommen 128-MBit-Chips nur auf Registered DIMMs. Nach unserer Erfahrung arbeiten aber die meisten BX-Boards auch mit ungepufferten Riegeln problemlos, sofern man nicht alle Speicherslots bestückt.
Aber auch das BIOS kann den Einsatz bestimmter Speicherriegel verhindern, wenn die Programmierer nicht alle Möglichkeiten des Chipsatzes nutzen. Wird ein bestimmter Speicherriegel nicht erkannt, sollte man über ein BIOS-Update nachdenken. (ciw)