c't 19/12
Schlafmittel für den Mac
pmset. Falls eine Software den Schlaf verhindert, führt pmset -g in der Zeile „sleep 0“ die Nummer des Prozesses auf, der den Schlaf blockiert (zum Beispiel „imposed by 361“). Der Befehl ps auxw | grep -e 361 liefert den Prozessnamen. cupsd verweist, bedeutet das meist, dass ein Druckauftrag auf Erledigung wartet. Bringen Sie den Auftrag entweder zu Papier oder löschen Sie ihn („Systemeinstellungen“, „Drucker“, „Drucker-Warteliste“). kill Prozessnummer beenden. Wenn eine Software den Schlaf immer wieder stört, aber nicht wirklich benötigt wird, empfiehlt es sich, sie zu deinstallieren. Falls ein Deinstaller fehlt, kann man eine manuelle Deinstallation versuchen – ziehen Sie sie in den Papierkorb. LaunchD gestartet worden sein. Die Konfigurationsdateien dafür (LaunchDaemons) liegen in einem der drei Ordner ~/Library/LaunchAgents, /Library/LaunchDaemons und /Library/LaunchAgents. Man kann sie im Terminal nach dem Muster sudo launchctl unload -w Pfad/LaunchDaemon.plist dauerhaft entladen (Administratorpasswort erforderlich).
PleaseSleep lässt sich, anders als der Name suggeriert, nicht lange bitten, sondern legt den Mac einfach zwangsweise nach der eingestellten Idle-Time schlafen.
-g assertions und -g log. Erstere führt auf, ob Programme oder Prozesse den Kernel am Schlafen hindern. Mit dem zweiten rufen Sie ein Schlafprotokoll auf, das einige Tage zurückreicht. Dort sind Prozesse, die den Stromsparmodus verhindern, in der Regel unter dem Stichwort „… applicationresponse.timedout“ mit einer Zahl in Millisekunden aufgeführt (z. B. 30 000 ms). In beiden Fällen muss man dann mit etwas Gespür versuchen zu ermitteln, ob die zugehörige Software aus dem Ruder läuft (dann hilft das kill-Kommando) oder rechtmäßig Rechenzeit nutzt. PleaseSleep (siehe c’t-Link) positive Erfahrungen gesammelt – es erzwingt den Schlaf nach der eingestellten Idle-Time. Weil es jedoch nicht wie das Betriebssystem selbst über die laufenden Prozesse wacht, kann es den Sleepmode auch verfrüht einleiten und damit wichtige Abläufe unterbrechen. Deshalb sollte man das Programm nur als letzten Ausweg nehmen.
(dz)


