c't 14/08
Die von MDT und etwa auch der US-amerikanischen Firma OCZ Technology speziell für AM2-Prozessoren ausgelegten Speichermodule sind mit DDR2-SDRAM-Bauelementen bestückt, die jeweils vier Datensignalleitungen besitzen. Laut JEDEC-Spezifikation sind auf ungepufferten (U)DIMMs ausschließlich Speicherchips mit acht oder 16 Datenleitungen, sogenannte x8- und x16-SDRAMs, zulässig. Die x4-Chips sind aber auf Registered DIMMs (RDIMMs) für Server und Workstations üblich.
Praktisch alle Desktop-PC-Mainboards und Notebooks sind für UDIMMs ausgelegt. Die DDR2- und DDR3-Speicher-Controller in Intel-Chipsätzen für Desktop- und Mobilrechner können deshalb auch mit höchstens zehn Spalten-Adressbits umgehen. Ein x4-Chip nutzt aber elf dieser Adressbits; die Speicher-Controller von Intel-Server-Chipsätzen sind dafür auch gerüstet.
Die DDR2-Speicher-Controller von AMD64-Prozessoren für Desktop-Rechner (Sempron, Athlon, Phenom) und Server (Opteron) sind eng miteinander verwandt; offenbar unterstützen deshalb auch die für UDIMMs ausgelegten AMD-Prozessoren x4-SDRAMs. Streng genommen entsprechen ungepufferte Module mit diesen Chips aber nicht den JEDEC-Spezifikationen. Es ist auch möglich, dass das BIOS mancher AM2-Mainboards nicht mit DIMMs aus x4-Chips zurechtkommt.
Schon vor einigen Jahren gab es PC133-SDRAM-DIMMs „nur für VIA“ (siehe c't 16/01, S. 27), die ebenfalls mit x4-Chips bestückt waren und auf den damals aktuellen Intel-Boards nicht funktionierten. (ciw)
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