c't 10/04
Standardmäßig existiert nur das Verzeichnis /System/Library/StartupItems, das alle von Apple mit dem Betriebssystem mitgelieferten StartupItems enthält. Das Verzeichnis /Library/StartupItems/ gibt es nur, wenn mindestens ein StartupItem nachträglich eingerichtet wurde. Zahlreiche Anwendungen tun dies, insbesondere solche, die darauf angewiesen sind, auch ohne angemeldeten Benutzer aktiv zu sein, etwa Server-Dienste oder Treiber für Hardware-Erweiterungen.
Problematisch wird es, wenn ein Installer die Rechte des StartupItem, also eines Verzeichnisses in /Library/StartupItems/, nachlässig setzt. Statt solch einen Ordner nur root und den Mitgliedern der Gruppe wheel (das ist standardmäßig unter Mac OS X nur root) zugänglich zu machen, erlauben viele Installer dies auch den Angehörigen der Gruppe admin. Da standardmäßig viele Anwender mit dem bei der Installation angelegten Benutzer arbeiten, der zur admin-Gruppe gehört, hat bösartige Software unter Umständen ein leichtes Spiel. Sie kann dann ohne ein Passwort anfordern zu müssen, ein schlecht geschütztes StartupItem modifizieren und so ein Programm ins System einschleusen, das beim nächsten Systemstart mit root-Rechten Daten nach Lust und Laune ausspähen oder sogar löschen kann.
Da Apples Festplatten-Dienstprogramm von Mac OS X 10.3 über „Volume-Zugriffsrechte reparieren“ lediglich /Library/StartupItems/ selbst und nicht dessen Inhalt berücksichtigt, muss man im Terminal selbst Hand anlegen. Über
sudo chown -R root:wheel /Library/StartupItems/
Man gräbt bösen Programmen außerdem (zumindest etwas) das Wasser ab, indem man mit einem Benutzerkonto arbeitet, das nicht zur Gruppe der Administratoren gehört. Ein neues Konto legen Sie in den Systemeinstellungen unter Benutzer an. Deaktivieren Sie die Option „Der Benutzer darf diesen Computer verwalten“, um ein Konto aus der admin-Gruppe zu entfernen. Über den „Schnellen Benutzerwechsel“ in den Anmelde-Optionen kann man bei Bedarf dennoch schnell auf einen Admin-User umschalten.
Als weitere Sicherheitsmaßnahme versteht sich ferner von selbst, dass man keine Programme startet, die nicht aus einer zuverlässigen Quelle stammen. (adb)
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