c't 13/06
Wenn ein USB-Gerät den Computer aus dem Standby-Zustand wecken soll, dann muss der USB-Bus mit seiner 5-Volt-Spannung versorgt sein. Auch der USB-Controller muss arbeiten und Signale am Bus auswerten. Bei den meisten Mainboards sind diese Bedingungen weder im sparsamen ACPI-S3-Zustand, der auch als Suspend-to-RAM-Modus bekannt ist, noch im ACPI-S4-Modus alias „Suspend-to-Disk“/Ruhezustand erfüllt. Soll der USB-IR-Empfänger also weckbereit sein, wählt Windows für den Standby-Zustand den Modus ACPI S1. Dieser unterscheidet sich bei modernen PCs aber von der Leistungsaufnahme her nicht nennenswert vom S0-Zustand mit unbelastetem Prozessor, also bei ruhendem Windows-Desktop („On-Idle“).
Dieses Problem trifft auch auf den von Microsoft so genannten Away-Modus bei Windows XP Media Center Edition mit Rollup 2 zu (Intel spricht von „Quick Resume“): Der PC läuft eigentlich weiter und schluckt kräftig Strom. Das Problem ist mit speziellen Fernbedienungen lösbar, deren Empfänger im PC-Gehäuse integriert ist - so etwas setzt der PC-Hersteller Reycom (reycom-mediacenter.ch) ein. Für kommende Media-Center-PCs unter Windows Vista verlangen die aktuellen Logo-Richtlinien von Microsoft, dass sie sich per Fernbedienung auch aus dem ACPI-S3-Modus wecken lassen. (ciw)
Version zum Drucken | Per E-Mail versenden | Heft bestellen
Permalink: http://heise.de/-320614
Das aktuelle Heft ist jetzt im Handel erhältlich.
Ältere Artikel können Sie über unser Zeitschriften-Archiv bestellen.