c't 13/06
Achten Sie dabei darauf, dass das TAE-Kabel für neuere Geräte oder Importtelefone geeignet ist. Hier laufen die entscheidenden Adern a und b auf die mittigen Pins 3/4 eines RJ11/12-Modularsteckers. Der wiederum passt trotz seiner nur sechs Kontaktpositionen gut, wenn auch mechanisch nicht perfekt in die achtpolige RJ45-Buchse des Patchfeldes.
Die Belegung des achtpoligen RJ45-LAN-Steckers ist zu den RJ11/12-Telefonsteckern kompatibel: Die mittigen „Sprechadern“ des Telefons landen auf dem LAN-Aderpaar 1, Telefongespräche laufen anstandslos über strukturierte Ethernet-Verkabelung.
Sparfüchse, die keine NFN-Option im Zimmer brauchen, überprüfen vorher, ob die TAE-Leitung des Telefons bereits auf obiges Muster passt. Wenn ja, wandert sie zwischen Anlage und Patchfeld. Das Telefon hängen sie im Zimmer über ein neues RJ11-Modularkabel direkt an die LAN-Dose.
Besitzt die Telefonanlage Schraubklemmen, dann muss ein LAN-Patchkabel herhalten. An einer Seite schneiden Sie den RJ45-Stecker ab und suchen sich jenes Aderpaar heraus, das auf die mittigen RJ45-Pins 4/5 des anderen Endes läuft. Diese beiden Adern verbinden Sie mit den a- und b-Klemmen der Anlage, die andere Seite kommt wie gewohnt ins Patchfeld.
Telefon/LAN-Verwechslungen sollte man aber vermeiden: Die Rufspannung (Klingeln) eines Analogtelefons erreicht bis zu 60 Volt. Kann die Telefonanlage auch genug Strom liefern, dann wird der Übertrager eines Gigabit-Ethernetadapters gegrillt. Einem Fast-Ethernet-Port geschieht nichts, da er das Aderpaar 1 (Pin 4/5) nicht verwendet.
Die beschriebenen Adapter und Kabel gibt es im gut sortierten Fachhandel, beispielsweise dem Filialisten Conrad Electronic oder dem Versender Reichelt Elektronik.
Die Anschaffung von ISDN-Telefonen wäre wenig sinnvoll, denn das ISDN-Bussystem lässt sich nur schlecht auf die für Punkt-zu-Punkt-Verbindungen ausgerichtete Topologie der strukturierten LAN-Verkabelung abbilden.
(ea)
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