c't 23/05
Das Kühlkonzept spielt ebenfalls eine wichtige Rolle bei der Lärmvermeidung. Ein Barebone mit vielen winzigen Lüftern, die hochtourig laufen, wird sich immer anhören wie ein kleiner Staubsauger. Große Lüfter, die auch bei niedrigen Drehzahlen bereits ordentlich Luft durchs Gehäuse pumpen, hört man hingegen kaum. Bei fast allen Mini-Barebones lassen sich die Drehzahlen der einzelnen Lüfter im BIOS regeln. Dabei darf aber keine Komponente im System überhitzen. Während Programme wie CPUburn oder 3DMark der Rechner testweise ins Schwitzen bringen, muss man die Temperatur des Systems im Auge behalten. Die mit dem Gerät gelieferte Software erlaubt meist das Auslesen von CPU-, Board- und Chipsatztemperatur - zulässige Maximalwerte liefern die Datenblätter. Die Temperatur der Platte messen die Smartmontools (siehe Soft-Link). Es ist ratsam, dabei auch die Lufttemperatur im Gehäuseinneren zu kontrollieren. Sie darf, sofern der Hersteller nichts anderes angibt, 38 °C nicht übersteigen. Geeignete Messgeräte bieten Conrad Electronic und Co. ab 15 Euro an.
Am Kühler der Grafikkarte und des Prozessors lässt sich meist wenig verändern, da viele leise Nachrüstkühlkörper zu groß für Mini-Barebones sind. Der Versuch, ein lautes Barebone nachträglich leise zu machen, ist fast immer zum Scheitern verurteilt. Daher sollte man bereits beim Kauf auf ein leises System achten. (bbe)
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