USB-Geräte analysieren

Praxis & Tipps | Tipps & Tricks

Ich möchte ein USB-Gerät auslesen, das nicht als Wechseldatenträger im Explorer erscheint, aber dennoch internen Speicher hat. Wie gehe ich vor?

Für USB-Massenspeicher besitzen moderne Betriebssysteme Standardtreiber. Wenn der Hersteller Ihres USB-Gerätes diese nicht nutzt, ist ein proprietärer Treiber nötig. Den sollten Sie zunächst auf der Webseite des Geräte-Produzenten suchen.

Gibt es dort keinen passenden Treiber, lässt sich das Medium theoretisch trotzdem auslesen, falls es Daten unverschlüsselt speichert. Allerdings müssten Sie dazu einen eigenen Treiber programmieren, der das Übertragungsprotokoll versteht und die Struktur der Daten auswerten kann.

Falls Ihnen umgekehrt die Informationen zu Protokoll und Datenstruktur fehlen, das Gerät aber mit seinem Spezialtreiber funktioniert, können Sie versuchen, die Kommunikation mit dem USB-Host zu analysieren. Unter Windows helfen dabei Software-Tools wie USB Snoop oder USBlyzer (siehe c’t-Link), die die USB-Kommunikation aufzeichnen. Anschließend können Sie das Protokoll untersuchen und den oben erwähnten Treiber schreiben. Dabei helfen kommerzielle Entwicklungspakete wie Thesycon USBIO oder Jungo WinDriver für Windows. USB-Treiber für Linux stehen hingegen kostenlos als Quellcode bereit. (bbe)

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