USB-Stick wird nicht erkannt

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Mein Windows-PC erkennt keine USB-Sticks, die an anderen Rechnern problemlos funktionieren. Wenn man sie einsteckt, meckert das System „USB-Gerät wurde nicht erkannt“. USB-Drucker und -Maus funktionieren aber beispielsweise. Was tun?

Mein Windows-PC erkennt keine USB-Sticks, die an anderen Rechnern problemlos funktionieren. Wenn man sie einsteckt, meckert das System „USB-Gerät wurde nicht erkannt“. USB-Drucker und -Maus funktionieren aber beispielsweise. Was tun?
Solche Probleme kommen mit USB-Geräten immer wieder vor und leider gibt es dafür mehrere mögliche Ursachen. Wenn Sie bereits unterschiedliche USB-Ports ausprobiert haben und auch – etwa mit einem Test unter einem von CD oder DVD startenden Live-Linux – sicherstellen können, dass die USB-Ports sowie die USB-Geräte grundsätzlich funktionieren, dann können Probleme mit den Windows-Treibern vorliegen.

Sie sollten per Windows-Update alle aktuellen Patches einspielen, vielleicht behebt einer davon den Fehler. Wenn nicht, dann kann es sein, dass Windows für Geräte der Funktionsklasse „Massenspeicher“ einen falschen Treiber verwenden will. Den haben Sie (oder der PC-Hersteller) möglicherweise zu einem früheren Zeitpunkt für ein anderes USB-Gerät installiert. Windows merkt sich die USB-Identifikationsnummern aller jemals angeschlossen Geräte, also die USB Vendor ID (Identifikation des Herstellers), die DeviceID (Gerät) und den Class Code – beispielsweise eben für die Klasse der Massenspeichergeräte (USB Mass Storage Device). Wenn ein Gerät mit bereits bekannter ID angeschlossen wird, verwendet Windows automatisch den zuletzt dafür genutzten Treiber.

Sie können versuchen, via Geräte-Manager dem angeschlossenen USB-Speicherstift über den Befehl „Treibersoftware aktualisieren“ einen Windows-Standardtreiber aufzuzwingen, etwa den für ein „Laufwerk“. Funktioniert das nicht, dann sollten Sie den USB-Stick abziehen und den Gerätemanager nach dem Setzen einer speziellen Umgebungsvariable über die Kommandozeile (CMD.exe, unter Vista als Administrator ausführen) aufrufen:

set devmgr_show_nonpresent_devices=1
devmgmt.msc

Dann müssen Sie im Menü des Geräte-Managers (unter Ansicht) noch die „ausgeblendeten Geräte“ anzeigen lassen. Nun können Sie Geräte löschen (deinstallieren), die Ihnen unbekannt vorkommen, etwa zurzeit nicht angeschlossene „tragbare Geräte“. Doch Vorsicht, wenn man hier die falschen Geräte löscht, funktioniert möglicherweise die ganze Installation nicht mehr!

Falls auch dieser Trick nicht hilft, soll angeblich (wir konnten das bisher nicht nachvollziehen) das Löschen des sogenannten INF-Cache Abhilfe bringen. Dazu muss man unter XP im Windows-Installationsverzeichnis (meistens C:\Windows) im manchmal versteckten Ordner INF die Datei INFCache.1 löschen. Laut Microsoft-Supportdatenbank (Artikel Nr. 940199) gibt es unter Vista ein anders gelagertes Problem mit der INFCache.1-Datei, das aber mit dem Service Pack 1 behoben worden sein soll. (ciw)

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