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Speicher-Standards wie PC133, PC2100 oder PC3200 sollen sicherstellen, dass DIMMs untereinander und mit verschiedenen Chipsätzen problemlos kooperieren, und das gelingt auch fast immer. Doch vor allem bei sehr hohen Taktfrequenzen und großem Hauptspeicherausbau ist es empfehlenswert, nur baugleiche Module gemeinsam zu betreiben. Schließlich müssen sich alle Bauteile bis auf wenige Milliardstel Sekunden genau gleich verhalten. Ein stabiler Betrieb gelingt nicht immer, und besonders häufig dann nicht, wenn der Speicher bereits, wie die von Ihnen genutzten Overclocker-Module, die Timing-Reserven reduziert. Das gilt ebenso für den vollen RAM-Ausbau bei optimal kurzen Latenzzeiten. Versuchsweise kann man den Speicher mit geringerer Frequenz betreiben, um Fehlern auf die Schliche zu kommen.
Die Chips der Marktführer Samsung, Micron, Infineon und Hynix sind auf fast 80 Prozent aller weltweit verkauften RAM-Module zu finden, weitere 18 Prozent liefern Mosel Vitelic, Nanya, Elpida, Powerchip und Winbond. Fast alle dieser Chipfirmen bieten auch komplette Speicherriegel an, die man Originalmodule nennt. Für diese gibt es eine eigene Typenbezeichnung, meist auch ein Datenblatt im Web und eine Revisionskontrolle.
Gute Produkte von Third-Party-Modulherstellern erfüllen dieselben Spezifikationen wie Originalmodule. Sie können preiswerter sein, wenn sie mit den jeweils günstigsten verfügbaren Chips bestückt sind. Es gibt auch Firmen (wie vor allem Kingston), die teurere DIMMs speziell für einzelne PCs, Mainboards oder Notebooks validieren. Und schließlich beliefern Hersteller wie Corsair, GEIL oder OCZ den Overclocker-Markt mit Modulen, die sich besonders für den Betrieb mit kürzeren Latenzzeiten oder höheren Taktfrequenzen eignen sollen. Die Chips selbst sind dabei ganz gewöhnliche Serien-Exemplare, die die Modulfirmen nach den eigenen Anforderungen selektieren.
Im Allgemeinen treten bei den DIMMs der Chiphersteller und bei den für bestimmte Hardware-Produkte validierten Third-Party-Modulen weniger Nachrüstprobleme auf als bei den „generischen“ Standardprodukten der Third-Party-Hersteller. Doch auch Originalmodule sind nicht immer jahrelang unverändert im Handel, vor allem nicht für Privatkunden. Allgemein sollte man bei der Speicherauswahl die Empfehlungen der Mainboard- oder PC-Hersteller beachten. Vor dem Kauf von Overclocker-Modulen lohnt ein genauer Blick ins Kleingedruckte: Auf welchen Mainboards wurden die Module mit welchen Timings validiert? Gibt es eine Gewährleistung für die schnellen Zugriffszeiten? (ciw)
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