c't 10/05
Besonders in Sachen Sicherheit schneidet WDS schlecht ab, weil fast alle Access Points dabei auf die veraltete, inzwischen als unsicher geltende WEP-Verschlüsselung zurückfallen. WEP ist mittlerweile durch WPA und 802.11i (WPA2) ersetzt (siehe Jenseits von WEP, c't 21/04, S. 214), die im PSK-Modus (Pre-Shared Key) mit Passphrase genauso einfach zu konfigurieren sind und in vielen Fällen komplizierte IPSec- oder 802.1X/Radius-Lösungen ersetzen.
Doch nur wenige Access Points wie die von Lancom (Point-to-Multipoint ab Firmware 3.52, Point-to-Point ab 4.0) bieten im WDS-Modus WPA. Bei den anderen ist damit nicht nur die Übertragung zwischen den Basisstationen schwach verschlüsselt: Weil die Geräte nicht mehrere Verschlüsselungsmethoden parallel unterstützen, steht auch den Clients nur noch WEP statt WPA zur Verfügung.
Eine proprietäre Lösung soll bei WLAN-Geräten mit Broadcom-Chipsätzen funktionieren. So bietet beispielsweise Sveasoft gegen Support-Abo eine eigene Firmware für den verbreiteten WLAN-Router WRT54G von Linksys an. Auf Anfrage der Redaktion konnte Sveasoft aber keine Details angeben, da Broadcom die WLAN-Funktionen als vorkompiliertes Binärmodul beistellt.
Wer um WDS nicht herumkommt, sollte daher zur Zeit nur Basisstationen eines Herstellers einsetzen, die dabei auch WPA beherrschen. Alternativ verzichtet man auf eine WLAN-Verschlüsselung und lässt WLAN-Clients ausschließlich per VPN (siehe Öffentliche Verschluss-Sache, c't 9/05, S. 194) ins LAN. (Dr. Alfred Arnold/ea)
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