c't 26/06
Der tatsächliche Leistungsbedarf von Speichermodulen lässt sich kaum abschätzen, weil sich die Chips extrem dynamisch verhalten. Eine Gruppe von SDRAM-Chips auf einem Modul, die zusammen alle 64 Datensignalleitungen des Speicherkanals belegen, nennt man einen Rank (Rang). Der Speichercontroller kann jeweils nur auf einen Rank zugreifen.
Solange keine Zugriffe auf einen Rank erfolgen, schaltet der Speichercontroller die Chips meistens in einen Schlafmodus. Ein Dual-Rank-DDR2-SO-DIMM von Qimonda mit 512 MByte Kapazität zieht dann lediglich 70 Milliampere (mA) Strom, schluckt also bei 1,8 Volt Betriebsspannung 0,126 Watt. Ein 1-GByte-SO-DIMM mit ebenfalls zwei Ranks - in diesem Fall also doppelt so vielen Chips pro Rank - benötigt die doppelte Leistung, also etwa ein Viertel Watt im Bereitschaftsmodus.
Der höchste Strombedarf eines DIMMs tritt beim gleichzeitigen Burst-Schreibzugriff auf alle vier internen Bänke aller Chips eines Ranks auf. Für diesen Fall nennt Qimonda 1,5 W für das 512-MByte-SO-DIMM und 2,3 W für das 1-GByte-Modul. Der Mehrbedarf von 0,7 Watt bei den sporadischen Zugriffen dürfte ebenso wie der kontinuierliche Ruhe-Mehrbedarf von 0,125 Watt die Akkulaufzeit nicht beeinflussen - aktuelle Notebooks benötigen typischerweise zwischen 15 und 25 W. (ciw)
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