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Die Ausführung des L2-Caches von Sockel-7-Mainboards entscheidet über den Hauptspeicherbereich, den dieser Cache puffern kann. Baut man mehr Speicher ein, als diese so genannte ‘Cacheable Area’ groß ist, so sinkt meist die Arbeitsgeschwindigkeit des Rechners: Betriebssysteme wie Windows und Linux nutzen auch den hohen Speicherbereich. Liegt dieser außerhalb der Cacheable Area, so arbeitet das Betriebssystem langsamer, weil Speicherzugriffe eben nur mit der Arbeitsgeschwindigkeit des Hauptspeichers möglich sind. Speicherhungrige Anwendungsprogramme können aber auch von ungepuffertem Speicher profitieren: Dieser ist immer noch schneller als virtueller, auf die Festplatte ausgelagerter Arbeitsspeicher. Ob sich also ein Speicherausbau über die Cacheable Area hinaus lohnt, lässt sich nicht allgemein sagen.
Bei Mainboards mit Intel-HX-Chipsatz lässt sich die Cacheable Area theoretisch durch nachträgliches Einstecken von so genannten TAG-RAMs oder COAST-Modulen vergrößern. Diese Bausteine sind jedoch im Handel nicht mehr erhältlich. Beim beliebten ALi Aladdin-M5+ (M1541) hängt die Cacheable Area von der Revision und der L2-Cache-Größe ab: Erst ab Revision ‘G’ kann der Chipsatz mehr als 128 MByte für diesen Speicherbereich verwenden. Bei 512 KByte L2-Cache sind es 512 MByte, bei 1 MByte L2-Cache sogar 4 GByte. Der VIA MVP3 verwendet 512 KByte L2-Cache, im Write-Back-Modus nur 64 MByte RAM, im Write-Thru-Modus sind es 128 MByte. Jede Verdopplung der L2-Cache-Größe verdoppelt beim MVP3 auch die Cacheable Area. Verwendet man einen Sockel-7-Prozessor mit eingebautem L2-Cache, wie den K6-III oder den Mobilprozessor K6-2+, so spielt die Cacheable Area des Mainboards kaum noch eine Rolle. Leider ist der K6-III nicht mehr lieferbar und der K6-2+ läuft in vielen älteren Platinen nicht. (ciw)
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