c't 21/05
Die T-Com legt aufgrund eigener Unterlagen über die Leitungslänge und -qualität fest, welche Bandbreite an den einzelnen Anschlüssen zur Verfügung steht. Das Unternehmen ermittelt die Leitungsdämpfung und die maximal mögliche Bandbreite nur rechnerisch. In der Formel ist auch ein solider Puffer enthalten, sodass in vielen Fällen höhere Bandbreiten möglich wären, als von der T-Com angeboten. Eine Diskussion mit den Mitarbeitern darüber ist indes meist fruchtlos - die T-Com räumt dem störungsfreien Betrieb gegenüber einer Optimierung im Einzelfall Priorität ein. Auch die T-Com-Konkurrenten lassen über die Bandbreite in aller Regel nicht mit sich verhandeln.
Der eingerechnete Sicherheitsabstand hat durchaus seine Berechtigung: Werden weitere Leitungen an der gleichen Vermittlungsstelle beschaltet, sinkt nämlich der Störabstand. In den vergangenen Monaten wurde uns von vereinzelten Fällen berichtet, in denen die DSL-Geschwindigkeit reduziert werden musste, weil der Störpegel auf der Leitung zugenommen hatte und die ursprüngliche Kalkulation damit über den Haufen warf. Mit der Einführung neuer Übertragungsverfahren wie ADSL2+ werden auch die technisch möglichen Bandbreiten für die Anschlüsse neu berechnet, versichert die T-Com. (uma)
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