c't 11/05
In der Version 3.0 wurde HBCI um die Zugangsverfahren PIN/TAN erweitert, wobei HBCI auf die Internet-Verschlüsselungstechnik SSL des https-Protokolls zurückgreift. Während bei HBCI die Dialogdaten mit dem auf Diskette oder Chipkarte hinterlegten Schlüssel verschlüsselt werden, reist beim PIN/TAN-Verfahren die zu jeder Transaktion gehörige TAN im SSL-verschlüsselten httpsStrom zur Bank, wo ihre Gültigkeit geprüft wird. Kritiker halten dies für ein Aufweichen des HBCI-Sicherheitsgedankens.
Gleichzeitig benannte das ZKA den Teil des Standards, mit dem Endkunden in Berührung kommen, in Financial Transaction Services (FinTS) um. Inzwischen ist FinTS 4.0 verabschiedet, jedoch noch lange nicht in freier Wildbahn anzutreffen.
Der Standard wurde von Anfang an nur zögerlich umgesetzt. Manche Bank bietet ihren Kunden immer noch nur das HBCI 2.1 des Jahres 1998 an, obwohl HBCI 3.0 seit Jahren veröffentlicht ist. Die Postbank gar unterstützt bis dato überhaupt noch kein HBCI und plant jetzt die Einführung von FinTS 3.0 mit PIN/TAN-Zugang. (bb)
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