News-Meldung vom 09.08.2009 - 10:33
Noch immer hängt die Übernahme von Sun durch Oracle an den Entscheidungen der Wettbewerbshüter in Europa und in den USA. Womöglich verzögert deren Entscheidung den Prozess so weit, dass er nicht mehr zum Ende des Oracle-Finanzjahrs im August abgeschlossen ist – das aber hatte der Datenbank-Hersteller seinen Investoren versprochen.
Rechtsexperten rechnen damit, dass die Wettbewerbshüter für eine Zustimmung Oracle dazu verdonnern könnten, Teile des neuen Unternehmens zu veräußern, oder dem Unternehmen in die Lizenzregeln hineinreden. In den USA gilt inzwischen als wahrscheinlich, dass die Behörden die Untersuchung nicht bis Ende August abschließen, berichtete das Wall Street Journal.
Die EU-Kommission beschäftigt sich zurzeit mit den Auswirkungen der Übernahme auf Java, Middleware und Datenbanken. Schon vor einiger Zeit war bekannt geworden, dass die EU Unternehmen befragt, die MySQL einsetzen. Von ihrer Fragebogenaktion erhofft sie sich Erkenntnisse, die ihr dabei helfen, die Übernahme zu beurteilen. Bis zum 13. August müssen die Unternehmen antworten.
Am 3. September wollen die Wettbewerbshüter entscheiden, ob sie zustimmen oder eine mehrmonatige Untersuchung einleiten. Experten erwarten nicht, dass die Europäer die Übernahme blockieren – die EU-Kommission könnte Oracle aber mit Auflagen treffen.
Siehe dazu auch:
(ps/c't) / (Peter Siering)
/
(ola)
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