News-Meldung vom 16.11.2010 - 15:35
Der Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland (KD) hat im zweiten Quartal seines Geschäftsjahres bei Umsatz und operativem Ergebnis weiter zulegen können. Wie das Unternehmen am Dienstag in Unterföhring mitteilte, steigerte KD den Umsatz von 368 Millionen Euro im Vorjahr auf 396 Millionen Euro. Das angepasste operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) wuchs im Vergleichszeitraum von 163 Millionen auf 179 Millionen Euro. Unterm Strich reduzierte KD seine Verluste von 16,4 Millionen Euro im Vorjahr auf 5,8 Millionen Euro und blieb damit knapp hinter den Erwartungen zurück.
Zur Halbzeit des Ende März 2011 auslaufenden Geschäftsjahres verzeichnet der Kabelnetzbetreiber insgesamt 8,85 Millionen Anschlusskunden. Während Kabel Deutschland hier einen kleinen Rückgang zu verzeichnen hat, konnte das Unternehmen bei den verschiedenen Abonnements von 11,8 Millionen auf 12,3 Millionen RGU (Revenue Generating Units) zulegen. Die durchschnittliche Anzahl der RGU pro Kunde stieg von 1,31 auf 1,39 RGU. Der durchschnittliche Monatsumsatz pro Kunde verbesserte sich von 11,88 Euro im Vorjahr auf 13,08 Euro.
Damit arbeitet sich KD weiter in Richtung Gewinnzone. Wie in den vergangenen Monaten war vor allem das Geschäft mit kombinierten Internet- und Telefonanschlüssen der Wachstumstreiber, wie der Kabelnetzbetreiber am Dienstag mitteilte. Vorstandschef Adrian von Hammerstein zeigte sich zufrieden mit der Geschäftsentwicklung. Inzwischen nutzen insgesamt 1,2 Millionen KD-Kunden auch Internet- und Telefonangebote des Providers, im vergangenen Jahr waren es 967.000. Die Anzahl der Digital-TV-Abonnements stieg von 1 Million auf 1,14 Millionen. Insgesamt legte der Provider bei den neuen digitalen Angeboten von 2,7 Millionen RGU im Vorjahr auf knapp 3,35 Millionen RGU zu.
Das Unternehmen arbeitet weiter daran, seinen Schuldenberg abzutragen. Ende September lagen die Netto-Schulden mit 2,87 Milliarden Euro um 206 Millionen Euro niedriger als ein Jahr zuvor. Vor wenigen Tagen hatte Kabel Deutschland erstmals eine Ausschüttung an seine Aktionäre für das Geschäftsjahr 2011/12 in Aussicht gestellt. "Dann werden wir voraussichtlich unter dem Strich einen Gewinn erwirtschaftet haben." Für das laufenden Geschäftsjahr, das im März endet, erwartet von Hammerstein allerdings noch einen Verlust im niedrigen bis mittleren zweistelligen Millionenbereich. Das bereinigte Ebitda soll im Geschäftsjahr 2010/11 am oberen Rand der zuvor ausgegeben Spanne von 715 Millionen bis 725 Millionen Euro ausfallen.
(vbr)
Version zum Drucken | Per E-Mail versenden | Newsletter abonnieren
Permalink: http://heise.de/-1137344
Mehr zum Thema Geschäftszahlen Kabel Deutschland