News-Meldung vom 08.07.2009 - 11:39
Der US-amerikanische Softwarekonzern Microsoft und die EU-Kommission haben laut Medienberichten Gespräche über kartellrechtliche Vorwürfe aufgenommen. Dabei geht es um die Ermittlungen der EU-Kommission zur Bündelung des Betriebssystems Windows mit dem Web-Browser Internet Explorer. Ein weiteres Thema seien Beschwerden darüber, dass Microsoft nicht ausreichend Informationen herausgebe, damit Konkurrenten ihre Produkte auf Microsofts Office-Programme Word und Excel abstimmen können. Das berichtet die Finanznachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf eingeweihte Personen. Die zuständige Kommissarin Neelie Kroes habe angekündigt, die Angelegenheit vom Tisch haben zu wollen, wenn sie noch in diesem Jahr ihren Posten räumt. Hier setzten Microsofts Bemühungen an.
Die EU-Kommission hatte im Januar dieses Jahres offiziell ein Kartellverfahren wegen der Bündelung von Windows mit dem Internet Explorer aufgenommen. Dem durch eine Beschwerde des norwegischen Browserherstellers Opera ausgelösten Verfahrens haben sich Sun, Adobe, IBM, Google und die Mozilla Foundation angeschlossen. Zuletzt hatte Microsoft eine für Anfang Juni anberaumte mündliche Anhörung zu den Vorwürfen abgesagt. Seinerzeit hieß es, die EU-Kommission werde ihr für den Herbst erwartetes Urteil über das Wettbewerbsverfahren zum Internet Explorer anhand des vorliegenden schriftlichen Materials fällen. Inzwischen hat Microsoft angekündigt, den Internet Explorer vom kommenden Windows 7 zu entbündeln und auf einem separaten Datenträger mitzuliefern.
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(Andreas Wilkens)
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(anw)
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