News-Meldung vom 24.06.2009 - 16:31
Während einer feierlichen Abschlussveranstaltung in der Leibniz Universität Hannover wurden heute die zehn besten Teams für ihre Leistungen beim bundesweiten Schülerwettbewerb Intel-Leibniz-Challenge ausgezeichnet. Mit 118,3 Punkten sicherten sich Jörn Rath, Heiko Beck, Florian Kluger und Tobias Bothe vom Team "no_name" den ersten Platz. Die vier Schüler einer zehnten Klasse des Georg-Büchner-Gymnasiums in Seelze-Letter hatten die Aufgaben ohne Unterstützung durch einen betreuenden Lehrer gemeistert, ebenso wie das zweitplazierte "Team Prometheus" mit den Zwölftklässlern Fabian Lobmeyer, Mirko Vodegel, Philipp Rehner, Michael Hahn, Robert Welker vom Stiftsgymnasium Sindelfingen. Platz drei belegte das "Team bermuda labs" mit Christoph Baur, Markus Herb und Markus Köbinger aus einer 11. Klasse des Gymnasiums Wertingen in Bayern.
Als "Beste Schule" wurde das Stiftsgymnasium Sindelfingen ausgezeichnet, dessen Arbeitsgruppen insgesamt die meisten Punkte erreichten. Der Preis für die "Aktivste Schule" würdigte die Gesamtleistung aller Teams vom Leibniz-Gymnasium Bad Schwartau. Auch die jeweils besten Teams aus der Gruppe der Neunt- und Zehntklässler erhielten Sonderpreise. Professor Dr.-Ing. Erich Barke, Präsident der Leibniz Universität Hannover, lobte das generell hohe Niveau der eingereichten Arbeiten: "Alle zehn Spitzenteams sind nur durch 2,5 Punkte voneinander getrennt. Betrachtet man, wie anspruchsvoll die einzelnen Aufgaben waren, muss man allen Preisträgerinnen und Preisträgern eine herausragende Leistung attestieren." Vor rund 500 Teilnehmern, Lehrkräften und Gästen übergab Henry Tesch, Bildungsminister in Mecklenburg-Vorpommern und Präsident der Kultusministerkonferenz den Gewinnern Urkunden und Preise, darunter Notebooks, Netbooks und iPods. Die besten drei Teams sind zudem zu einem Schülerpraktikum bei der Intel GmbH in Braunschweig eingeladen. Alle Teilnehmer der fünf besten Teams erhalten, sofern sie sich zum Studium in Hannover entscheiden, einen Studiengutschein im Wert von 250 €.
Die Intel-Leibniz-Challenge wird von der Intel GmbH, der Universität Hannover und der Initiative 21 ausgerichtet. Der Wettbewerb spricht gezielt nicht Studenten, sondern Schüler an, die die Entscheidung für eine Ausbildung oder ein Studium noch vor sich haben. Er soll das Interesse am Schulfach Technik und am Studiengang Elektrotechnik wecken oder stärken und so dem Fachkräftemangel in diesem Bereich entgegenwirken. In den vier Aufgaben ging es daher um Grundlagen. Das Niveau der praxisorientierten Übungen stieg kontinuierlich an: Während in der ersten Aufgabe ein kurzes Programm gefordert war, das Zufallszahlen erzeugt, ging es in der vierten Aufgabe um den Aufbau einer Schaltung zur CRC-Datenüberprüfung. "Unsere Ingenieure entwickelten auch in diesem Jahr die Aufgaben der Intel-Leibniz-Challenge und fieberten daher den Ergebnissen des Wettbewerbs fast genauso entgegen, wie die Schülerinnen und Schüler selbst", sagte Nikolaus Lange, der Entwicklungsleiter von Intel Deutschland. Schirmherr Henry Tesch stellte heraus, dass es der Intel-Leibniz-Challenge in besonderer Weise gelinge, "Schülerinnen und Schülern das Berufsbild des Ingenieurs praxisnah zu vermitteln und das Interesse an der Elektrotechnik zu wecken." Darüber hinaus böte der Wettbewerb " Lehrkräften eine echte Hilfestellung bei der Gestaltung von technischem Unterricht.“
Der Wettbewerb startete 2007, zunächst als Angebot an niedersächsische Schulen. An der ersten bundesweiten Leibniz-Challenge 2008 nahmen bereits Schülerinnen und Schüler aus allen 16 Bundesländern teil, in Teams mit drei bis fünf Mitgliedern. In diesem Jahr stellten sich 630 Teams mit insgesamt 2251 Schülerinnen und Schüler der Klassen 9 bis 13 der Herausforderung, darunter auch 40 Arbeitsgruppen aus deutschen Schulen im Ausland. 386 Schülerinnen und Schüler aus Niedersachsen nahmen teil, damit führt das Bundesland zahlenmäßig, gefolgt von Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg. Zur Preisverleihung reisten rund 400 Teilnehmer aus ganz Deutschland sowie je ein Team aus der Schweiz und aus Polen nach Hannover. Die Webseite des Projekts nennt die Namen aller Preisträger und enthält auch Infos zur Anerkennung der Wettbewerb-Teilnahme als außerschulische Leistung.
(dwi)
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