News-Meldung vom 14.06.2009 - 14:51
In den USA wurde am vergangenen Freitag die analoge terrestrische Ausstrahlung von Fernsehprogrammen eingestellt. Die Umstellung von 974 TV-Sendern auf Digital-TV verlief so reibungslos, wie die zuständige Behörde Federal Communications Commission hoffen durfte, sagte ihr Mitglied Jonathan S. Adelstein laut einer Mitteilung (PDF-Datei). Er räumte dabei ein, dass der gesetzlich verordnete Aufschub der Umstellung wohl nötig gewesen sei. Die Arbeit sei aber noch nicht abgeschlossen.
Ursprünglich sollte der Wechsel am 17. Februar stattfinden, doch die Demokraten brachten im Repräsentantenhaus und im Senat ein Gesetz für eine Fristverlängerung durch. Sie hatten befürchtet, dass bis zur Abschaltung der Analogsignale nicht ausreichend US-Bürger einen Decoder für den Digital-Empfang besitzen könnten. 700 der 1800 lokalen US-Sender hatten bei der FCC beantragt, bereits Mitte Februar die analoge terrestrische Ausstrahlung einstellen zu dürfen.
Adelstein sagte, die Zahl der nicht auf die Umstellung vorbereiteten Haushalte sei seit Mitte Februar halbiert worden. Marktforscher hatten Ende Januar dieses Jahres geschätzt, dass 6,5 Millionen Haushalte in den USA noch keinen Digitalempfänger besaßen. Die FCC habe geschulte Mitarbeiter in nahezu jedes Fernsehgeschäft des Landes geschickt, um die Kunden über die Umstellung zu informieren und auch um in Haushalten bei der Inbetriebnahme von Decodern zu helfen, sagte Adelstein. Allein am Freitag hätten Callcenter der FCC über 300.000 Anfragen bearbeitet, die Website zur Umstellung sei an dem Tag gut 3 Millionen Mal aufgerufen worden – im gesamten Mai waren es 2,5 Millionen Aufrufe.
In Deutschland begann die Umstellung auf das digitale terrestrische Fernsehen im Februar 2003 in Berlin. Mit dem DVB-T-Start in weiteren Teilen Nordbayerns im November 2008 wurde die Abschaltung der analogen Signale hierzulande abgeschlossen. (Andreas Wilkens)
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(anw)
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