Im März 2010 veröffentlichte McAfee ein neues Werkzeug namens "FakeAlert Stinger", das ausgewählte Vertreter der derzeit verbreiteten Scareware-Programme entfernt.
"Scareware" ist eine Bezeichnung für nutzlose Anwendungen, die sich als Antivirus-Programme ausgeben. In Wirklichkeit spucken sie nur falsche Warnmeldungen aus, blockieren den Rechner und versuchen, den Anwender mit nervigen Dialogen dazu zu nötigen, für den angeblichen Virenschutz Geld zu betrachten. Meist ist eine Deinstallation sehr knifflig oder unmöglich.
Nach mehreren Vorkommnissen im Bekanntenkreis erschien mir die Aufnahme eines Tools zur Beseitigung derartiger Nervlinge in c't Helper als sinnvollere Ergänzung des vefügbaren Werkzeugsatzes als ein Tool, das nur einen ziemlich angestaubten und selten auftretenden Virus entfernt.
Ende März 2010 habe ich daher den "McAfee Avert Labs Stinger for W32/Polip" durch den "FakeAlert Stinger" ersetzt. Aus programmtechnischen Gründen hat kein zusätzliches Programm in die Liste gepasst; daher musste der Polip-Killer dem Entnerverwerkzeug weichen.
Der "McAfee Avert Labs Stinger for W32/Polip" kann bei Bedarf weiterhin bei McAfee heruntergeladen werden:
Leserinformationen zufolge ist hierfür der Virenwächter des AntiVirenKit 2007 von GData verantwortlich. Dieser blockiert die Ausführung des Programms. Um die Sperre vorübergehend außer Kraft zu setzen, hat es sich bewährt, im Reiter "Web/IM" des Optionen-Fensters die Funktion "Internetinhalte (HTTP) verarbeiten" zu deaktivieren. Das ist jedoch nur eine Notlösung. (Herzlichen Dank an Eckart S. für die Problemlösung!)
Gelegentlich bereitet der Download von Ad-Aware Probleme, zumal das Programm mittlerweile ein ziemlicher Brocken ist. Glücklicherweise ist das Programm nur einer von zwei Spyware-Suchern im Arsenal des c't Helper. "Spybot Search & Destroy" und seine aktualisierten Definitionsdateien werden stabil heruntergeladen.
Bei Bedarf können Sie Ad-Aware Free auch von Hand herunterladen:
Bitte entschuldigen Sie die Umstände.
Dafür gibt es seit c't Helper 1.2 eine Lösung: Starten Sie das Programm einmal und beenden Sie es gleich wieder. Danach finden Sie im Programmverzeichnis eine Datei helper.ini. Öffnen Sie diese Datei mit einem Texteditor und ändern Sie den Wert von "ConnectDirect" auf "1".
In der Zeile sollte also "ConnectDirect=1" stehen (ohne Anführungsstriche). Daraufhin wird c't Helper den Proxy-Server umgehen. (In einigen Firmenumgebungen mag dies nicht erlaubt bzw. möglich sein.)
Es handelte sich dabei um einen Fehlalarm, der vom "Magical Jelly Bean Keyfinder" verursacht wird. Der Keyfinder ist ein Programm, das Windows-Produktschlüssel ausliest. Diese Funktion nutzen auch einige Trojaner. Das bedeutet aber nicht, dass der Keyfinder selbst ein Trojaner wäre.
Dem Online-Virenscanner Virustotal zufolge schlugen 10 von 32 Antivirus-Programmen beim Keyfinder 1.51 Alarm. Mit dem Keyfinder 2.0.6 scheint die Sache ausgestanden zu sein.
Sollte Ihr Scanner weiterhin meckern: Kontaktieren am besten den Hersteller Ihres Antivirenprogramms und machen Sie ihn auf den Fehlalarm aufmerksam.
Diese Frage kam von mehreren Lesern. Anfangs habe ich noch "ja, kann man auch" geantwortet. Mittlerweile sehe ich jedoch mehrere Nachteile: Jetzt hat man zwei Sachen, die man daheim vergessen kann (Karte und Reader), statt nur eine (den USB-Stick). Zudem kosten SD-Karten deutlich mehr als USB-Sticks mit der gleichen Kapazität, oft bei signifikant niedrigerem Datendurchsatz.
Das ausschlaggebende Argument gegen SD-Cards brachte Norbert B. hervor: Bei SD-Cards kann die Karte den Schreibschutz nicht forcieren. Es gibt Card-Reader, die den Schalter ignorieren und "schreibgeschützte" Karten dennoch beschreiben. Dies konnte in der Redaktion reproduziert werden.
Bei USB-Sticks regelt der Schalter den Schreibschutz intern – sprich, er ist von außen her nicht manipulierbar. Bei SD-Karten ist der Schreibschutzschalter nur eine Kennzeichnung für das Lesegerät, ähnlich wie die Lasche einer Musikkassette und der Schieber einer 3,5"-Floppy.
Wenn Sie also die Kombo SD-Card/Kartenleser einsetzen wollen, sollten Sie unbedingt vorher sicher stellen, dass Ihr Kartenleser den Zustand des Schreibschutzschalters Ihrer Karte erkennt und korrekt auswertet. Beim Zielrechner haben Sie wieder dasselbe Risiko: Wenn da schon ein Kartenleser drinsteckt, läge es grundsätzlich nahe, ihn zu nutzen – geht aber nicht, weil Sie ja keine Garantie dafür haben, dass der Schalter respektiert wird.
Mir sind das insgesamt zuviele Faktoren, die gegen diesen Ansatz sprechen – unhandlicher, langsamer, teurer, vor allem aber: riskanter. Letztendlich ist die Risikoabwägung jedoch Ihre Privatsache.
Die Zahl der USB-Sticks mit Schreibschutzschalter schrumpft stetig. Immer wieder "aktualisieren" Hersteller ihre Produkte und klammern bei der nächsten Gerätegeneration den Schreibschutz aus.
Zwei Hersteller erklärten mir hinter vorgehaltener Hand, dies liege am zusätzlichen Support-Aufwand: Angeblich reklamieren Kunden immer wieder tadellos funktionierende USB-Sticks mit Schreibschutzschalter, weil sich diese nicht beschreiben ließen – tatsächlich befindet sich nur der Schalter in der "falschen" Position, der Stick funktioniert also durchaus.
Ein mir namentlich unbekannter OEM-Hersteller produziert seit Jahren einen eher behäbig schreibenden USB-Stick, der jedoch einen zuverlässigen Schreibschutzschalter an der Seite aufweist. In Deutschland ist er mit unterschiedlichen Markenaufdrucken zu finden: TrekStor vermarktet ihn etwa als "USB-Stick CS". Es scheint das Gehäuse aber auch ohne Schalter zu geben; diese Variante wird z.B. von Hama benutzt.
Geradezu gemein ist, dass einige Stick-Hersteller in ihren Produktbeschreibungen einen Schreibschutz versprechen, damit aber ein Windows-Progrämmchen meinen – oder sogar nur das Read-Only-Attribut.
Derzeit sind mir folgende USB-Sticks mit Schreibschutzschalter bekannt:
Wenn Sie andere USB-Sticks mit Schreibschutzschalter kennen, die derzeit noch hergestellt werden, teilen Sie mir dies bitte mit (E-Mail-Adresse siehe unten).
Anmerkungen:
Das vormals in der Liste aufgeführte Swivel Flash Drive von Imation bietet mittlerweile keinen Schreibschutzschalter mehr – auch wenn einige Datenblätter des Herstellers anderes behaupten. Das in der Liste aufgeführte Pivot USB Flash Drive bietet hingegen einen Schreibschutzschalter. Hama zeigt auf Fotos des "FlashPen Fancy" zwar einen Schreibschutzschalter, ausgeliefert wird jedoch ein schalterloses Modell. Auf Anfrage erklärte Hama, es habe nur mal eine kleine Charge des FlashPen Fancy "Back To Me" gegeben, die einen Schreibschutzschalter hatte.
Folgende Stick-Typen bieten (mittlerweile) keinen Schreibschutz mehr:
FAQ zuletzt aktualisiert am 30.4.2010
Verfasser: Gerald Himmelein