Mit dem Finanzverwaltungsprogramm Hibiscus können Sie die Finanzdaten mehrerer Konten, auch bei verschiedenen Banken, abzurufen und lokal zu speichern, sowie Überweisungen vorzunehmen oder Daueraufträge einzurichten. Die Kontoumsätze lassen sich in verschiedene Kategorien einteilen, sodass man einen guten Überblick über seine Finanzsituation erhält.
Sie können Hibiscus über die reguläre Paketverwaltung nachinstallieren. Dazu starten Sie das Programm Synaptic aus dem Menü System/Systemverwaltung, klicken auf das Suche-Icon und geben als Suchbegriff "hibiscus" an. Klicken Sie in der Liste der gefundenen Pakete bei Hibiscus auf das leere Kästchen am Anfang der Zeile und wählen Sie "Zum Installieren vormerken". Daraufhin öffnet Synaptic ein Fenster mit einer Liste weiterer Pakete, die Hibiscus benötigt. Diese Liste übernehmen Sie. Schließlich klicken Sie auf das Anwenden-Icon, woraufhin Synaptic Hibiscus nachinstalliert. Haben Sie Synaptic nach Abschluss der Installation verlassen, finden Sie Hibiscus im Menü Anwendungen/Büro.
Hibiscus verwendet das HBCI-Protokoll und unterstützt das PIN/TAN-Authentifizierungsverfahren (HBCI+) sowie Schlüsseldateien und Smartcards. Beim ersten Start muss zunächst das Sicherheitsmedium eingerichtet werden, wo Sie die Auswahl zwischen den genannten drei Verfahren haben.
Voraussetzung für HBCI+ ist, dass Ihre Bank dieses Verfahren anbietet und Ihr Konto entsprechend freigeschaltet ist. Je nach Bank müssen Sie dies über die Online-Kontenverwaltung vornehmen, bei anderen ist zuvor ein schriftlicher Antrag erforderlich.
Haben Sie PIN/TAN als Sicherheitsmedium in Jameica ausgewählt, werden Benutzerkennung, Kundenkennung und Bankleitzahl abgefragt. Wie sich die Benutzer- und Kundenkennung zusammensetzt, erfahren Sie aus der Liste der gebräuchlichsten deutschen Banken.
Haben Sie alle Felder ausgefüllt, können Sie die Konfiguration testen lassen, wozu Ihr Online-Banking-Passwort abgefragt wird. Im unteren Teil des Jameica-Fensters finden Sie Statusinformationen, die im Fehlerfall hilfreich sein können.
Seit Version 1.10 unterstützt Hibiscus auch Schlüsseldateien im RDH-10-Format. Diese können Sie importieren, indem Sie als Sicherheitsmedium Schlüsseldiskette angeben und anschließend über den Datei-Browser die Datei auswählen.
Alternativ können Sie eine neue Schlüsseldatei anlegen, Hibiscus fragt Sie dann nach dem Dateinamen und dem Verzeichnis. Hier ist es wichtig, dass Sie als Verzeichnis das Home-Verzeichnis des Benutzers ctbankix, also /home/ctbankix, angeben. Sofern Sie nur Hibiscus nutzen möchten, können Sie das HBCI4Java-Format auswählen, wenn Sie die Schlüsseltdatei auch in andere Finanzverwaltungsprogramme importieren wollen, wählen Sie stattdessen das RDH-2-Format.
Anschließend müssen Sie, wie bei HBCI+, Benutzerkennung und Bankleitzahl eingeben sowie den Hostnamen des Bank-Servers. Diese Informationen erhalten Sie von Ihrer Bank, falls nicht, lohnt sich ein Blick in die Liste der bekannten Banken sowie die PIN/TAN-Bankdaten.
Im nächsten Schritt zeigt Ihnen Hibiscus den Hash-Wert des Schlüssels Ihrer Bank an. Vergleichen Sie diesen Hash-Wert mit dem von der Bank in den Zugangsdaten angegebenen Hash-Wert. Anschließend können Sie den sogenannten INI-Brief drucken, der den Hash-Wert Ihres Schlüssels enthält. In jedem Fall sollten Sie diese Daten speichern lassen, damit Sie falls nötig später darauf zurückgreifen oder den Schlüssel in der Online-Kontoverwaltung Ihrer Bank hinterlegen können.
Wählen Sie als Sicherheitsmedium Chipkarte und anschließend aus der Liste der vorkonfigurierten Leser den von Ihnen verwendeten Chipkartenleser. Bei manchen Kartenlesern wie zum Beispiel dem CyberJack von Reiner SCT ist es erforderlich, von der Homepage des Herstellers einen CT-API-Treiber herunterzuladen – Sie erkennen dies daran, dass Jameica Ihnen am oberen Fensterrand mitteilt, dass der CT-API-Treiber nicht gefunden wurde. Installieren Sie das Treiberpaket für Ubuntu 9.04, dieses sind kompatibel mit c't Bankix 9.04.
Auch sind manchmal weiter administrative Eingriffe nötig – zum Beispiel muss der Benutzer ctbankix beim CyberJack-Treiber der Gruppe cyberjack angehören (im Terminal den Befehl sudo usermod -a -G cyberjack ctbankix eingeben, dann abmelden und automatisch anmelden lassen), damit er Zugriff auf den Kartenleser erhält. Anschließend muss man sich an der grafischen Oberfläche ab- und neu anmelden (Neustart ist nicht erforderlich). Welche über die Installation des Treibers hinausgehende Anpassungen Sie vornehmen müssen, erfahren Sie beim Anbieter des Treibers.
Ist der Treiber installiert, wählen Sie die korrekte HBCI-Version, diese erfahren Sie von Ihrer Bank oder der Kartenausgabestelle, und testen die Einstellungen. War der Test erfolgreich, speichern Sie die Einstellungen. Eine Eingabe von Bankleitzahl und Kunden-ID entfällt hier, da diese Informationen Bereits auf Ihrer HBCI-Karte gespeichert sind.
Manche HBCI-Karten wie die der Commerzbank werden jungfräulich ausgeliefert. Diese müssen Sie zunächst nach Anleitung Ihrer Bank z.B. mit Star Money oder anderen Programmen initialisieren und einen Schlüssel erstellen, bevor Sie die Karte mit Hibiscus einsetzen können.
Nachdem Sie Sicherheitsmedien für alle Bankverbindungen eingerichtet haben, lassen Sie Hibiscus die Kontoiinformationen automatisch aus den Informationen es Sicherheitsmediums ermitteln. In der Detailansicht des jeweiligen Kontos können Sie dann die Buchungsinformationen abrufen lassen.
Damit ist die grundlegende Einrichtung von Hibiscus abgeschlossen und Sie können Überweisungen anlegen, Daueraufträge einrichten und die Buchungen kategorisieren. (mid)