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Fehlfunktionen bei ctdomubuilder

Das Generieren weiterer DomUs mit dem Gespann aus ctsrvcfg und ctdomubuilder ist von vielen äußeren Faktoren abhängig, die die Werkzeuge nicht im Detail überprüfen, etwa den vorhandenen Speicher oder Konfigurationsdetails wie Namen und Passwörter. Wenn nicht die gewünschten Ergebnisse erzielt werden, gibt es aber eine ganze Reihe von Diagnosemöglichkeiten, um der Ursache auf die Spur zu kommen.

Das folgende Beispiel geht davon aus, dass eine DomU-Instanz mit dem Namen "debchen" erzeugt werden soll.

Die fürs Generieren der DomU/des Debian-Pakets nötigen Dateien landen in /tmp -- in der Standardinstallation im root-Dateisystem. Beim ersten Erstellen einer DomU muss dort Platz für die zur Beschleunigung des Vorgangs angelegte Vorlage sein (/var/lib/xen/.ctdomubuilder/.baseimg, z.Zt. 196 MByte). Wenn die DomUs nicht auf LVM-Volumes landen, muss zusätzlich Speicherplatz für das Dateisystemimage und die Swap-Platte der Domain frei sein.

In /tmp legt ctdomubuilder eine Datei mit dem Namen der DomU, einer Nummer und der Extension .log an, etwa /tmp/debchen.1234.log. Dort landen normalerweise Fehlermeldungen, die beim Erstellen einer Domain anfallen. Ferner könnten sich Hinweise in der Datei /var/log/ctsrvcfg.log finden. Ist das nicht schlüssig, können Sie die Ausgabe zusätzlicher Debugging-Informationen veranlassen, indem Sie eine spezielle Datei anlegen, deren Existenz das ctdomubuilder-Paket geschwätziger macht:

touch /var/lib/xen/.ctdomubuilder/.debug

Diese Extra-Ausgaben laden ebenfalls in der Datei /var/log/ctsrvcfg.log. Mit den Ausgaben aus dieser Datei fällt auch im Forum oder in einem Bug-Report die Diagnose, warum ctdomubuilder keine DomU generiert, viel leichter ...

Im /tmp-Verzeichnis legt der Prozess ferner ein Verzeichnis an (etwa /tmp/mountme.1234), an dem die Datei beziehungsweise das LVM-Volume mit der virtuellen Platte hängt (in einer frühen Phase der Domain-Erstellung könnte das auch die Datei mit dem Template sein, also /var/lib/xen/.ctdomubuilder/.baseimg). Bei einem fehlgeschlagenen Lauf bleibt dieses Verzeichnis womöglich gemountet. Ob das der Fall ist, verrät die Ausgabe des mount-Befehls. Gegebenenfalls entmounten Sie das Verzeichnis, etwa mit `umount /tmp/mountme.1234.

Die zum Bauen des Debian-DomU-Pakets gehörenden Dateien landen passend zum Beispiel in /tmp/debchen.1234. Bei einem abgebrochenen Lauf bleiben die unter Umständen liegen und belegen Platz. Sie lassen sich nach dem Entmounten normalerweise löschen. Von Hand sind dabei die LVM-Volumes abzuräumen. Welche das sind, verrät die Ausgabe von lvs. Das Löschen geht aufs Beispiel bezogen mit folgendem Befehl: lvremove server/debchen_lv_root -- "server" steht dabei für den Namen der Volume Group, außerdem wäre das Volume debchen_lv_swap zu löschen.

Bei anhaltenden Problemen beim Bauen von DomUs sollten Sie sicherheitshalber das ctdomubuilder-Paket und die Vorlagen aus dem System entfernen. Sicher geht das über folgende Befehle:

dpkg --purge ctdomubuilder; apt-get clean

Danach kann ein

aptitude update && aptitude upgrade

nicht schaden , um auch die aktuellste Version des ctdomubuilders zu verwenden.

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