USB-Stick für Installation vorbereiten

Wie in c't 17/09 beschrieben, lässt sich die Version 4 des c't-Debian-Server auch von einem USB-Stick aus installieren. Die Vorbereitung des Sticks ist dort beschrieben. Hier in der Kurzfassung die dort dargestellten Schritte und anschließend die im Artikel angekündigten zusätzlichen Hinweise:

Der Stick sollte mit dem FAT16-Dateisystem formatiert sein, was unter Linux möglich ist mit (wenn die Partition auf dem Stick sdb1 ist)

mkfs.vfat -F 16 /dev/sdb1

Im Verzeichnis "support" der Heft-DVD finden Sie ein Archiv namens stickins.zip. Entpacken Sie die enthaltenen Dateien in das Wurzelverzeichnis des Sticks (also nicht in einem Unterverzeichnis). Unter Windows öffnen Sie eine Eingabeaufforderung und wechseln auf das Stick-Laufwerk (zum Beispiel durch Eingabe von g:, wenn das der Buchstabe ist, den Windows dem Stick zugewiesen hat). Jetzt rufen Sie dort dort syslinux.exe -a -m g: auf (g müssen Sie durch den korrekten Buchstaben ersetzen). Unter Linux geht es analog, dort müssen Sie statt des Laufwerksbuchstabens den Namen des Geräts angeben, unter dem der Stick im System registriert ist, etwa /dev/sdb1. Schließlich braucht der Stick noch einen gescheiten Masterbootrekord, was im Beispiel hier mit folgendem geht: (Achtung, keine Nummer hinter sdb!)

dd if=/usr/lib/makebootfat/mbrfat.bin of=/dev/sdb

Außerdem brauchen Sie ein 1:1 Abbild der Installations-DVD, das Sie zusätzlich als ISO-Datei auf den Stick kopieren müssen. Der c't-Debian-Server ist nur rund 1,5 GByte groß. Um die Heft-DVD als ISO-Datei auf diese Größe einzudampfen, können Sie jigdo verwenden. Laden Sie dazu die Software herunter, für Windows zum Beispiel  hier auf heise online, entpacken Sie die Dateien inklusive Verzeichnisstruktur, legen Sie die Heft-DVD ins DVD-Laufwerk ein und rufen Sie das Programm in einer Eingabeaufforderung auf:

jigdo-lite.bat  http://www.heise.de/ct/projekte/srv/v4/jigdo/ctsrv40.jigdo

Das Programm fragt mit "Files to scan:" nach, wo es die Original-Dateien findet. Geben Sie den Laufwerksbuchstaben des DVD-Laufwerks inklusive angehängtem Backslash an, also etwa d:\, und drücken Sie Return. jigdo liest die Dateien von der Heft-DVD ein und baut daraus eine ISO-Datei. Zwei Dateien muss es von unserem Web-Server herunterladen. Das tut jigdo erst, wenn Sie die erneute Nachfrage ("Files to scan:") einfach mit einem weiteren Druck auf die Return-Taste ohne weitere Eingaben quittieren. Leider dauert das Lesen der Heft-DVD und Bauen der ISO-Datei eine gefühlte Ewigkeit.

Linux-Nutzer haben es leichter, die können die Heft-DVD einlegen und mounten und dann mit mkisofs eine abgespeckte ISO-Datei erzeugen. Damit dort nicht der gesamte Inhalt der Heft-DVD hineingerät, müssen Sie eine Ausnahmeliste als Datei anlegen, die folgenden Inhalt hat:

/bilder
/html
/scrshots
/software
/tools
/video2brain

Der nötige mkisofs-Aufruf lautet dann unter der Annahme, dass die Heft-DVD auf /cdrom gemountet ist und die Ausnahmeliste in der Datei /tmp/exclude.lst abgespeichert ist, wie folgt:

mkisofs -o ctsrv40.iso -exclude-list /tmp/exclude.lst -r -l -J /cdrom

Achtung: Die erzeugte ISO-Datei eignet sich zwar für eine Stickinstallation, ist jedoch nicht bootfähig. Um sie bootfähig zu machen, braucht mkisofs Schreibrechte auf die Datei isolinux/isolinux.bin.

Die ISO-Datei kopieren Sie in das Hauptverzeichnis des Sticks und können nunmehr die Installation davon in Gang setzen. Ein Hinweis noch: Die Installation durchsucht alle Datenträger des Zielsystems nach ISO-Dateien und greift womöglich daneben. Gegebenenfalls müssen Sie solche ISO-Dateien aus dem Weg räumen.