Requirements Engineering nimmt in agilen Prozessen den gleichen Stellenwert ein wie in klassischen Vorgehensmodellen. Der Unterschied liegt darin, wie viel Dokumentation zu erstellen und zu pflegen und wann Requirements Engineering zu betreiben ist. Bei klassischen Modellen geschieht das immer zu Beginn eines Projekts, bei agilen Projekten kontinuierlich über die gesamte Projektlaufzeit hinweg. Die wichtigsten Praktiken der Agilität gelten auch hier: Projektteams sollten nach einer Rechtfertigung für alles suchen, was sie tun. Gibt es keinen gültigen Grund, haben sie es sein zu lassen. Projektmitarbeiter müssen immer ihren Aufwand gegen die Kosten und Risiken abwägen. Dann können sie eine gesunde, ausgewogene Entscheidung treffen. Agilität bedeutet, die Wahl zu haben. Prozesse und Methoden sind den Bedürfnissen und Projektbegebenheiten anzupassen. Das erfordert mehr Sachverstand und Mut zu entscheiden – insbesondere im Umgang mit Anforderungen.
Chris Rupp
liefert durch ihre Publikationen und Vorträge wichtige Impulse für die Bereiche Requirements Engineering und Objektorientierung. Sie ist Geschäftsführerin der Sophist GmbH.
Rainer Joppich
wurde 2001 in den Kreis der Sophisten aufgenommen. Er ist maßgeblich an der Weiterentwicklung des Requirements- Management-Tools CARE beteiligt und profitiert in seinem Projekt- und Schulungsalltag von seinen Erfahrungen als Softwareentwickler.
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