The World of IT 10.08.09
Inzwischen ist die XP-Konferenz schon wieder zwei Monate her, aber ich bin immer noch nachhaltig von einer der Keynotes beeindruckt. Und zwar hatte dort Bjarte Bogsnes über eine Reise außerhalb der Budgetierung gesprochen beziehungsweise ganz genau über: "A Journey Beyond Budgeting – because the future ain't what it used to be". Er verwendete eine Analogie, um erst einmal das Problem deutlich zu machen: Man stelle sich vor, dass man ein Haus kaufen oder bauen wolle. Folglich gehen wir an einem schönen Augusttag zur Bank und fragen nach einem Kredit. Wir wären sehr erstaunt, wenn die Bank uns mitteilen würde, dass man leider zu spät dran sei, Kredite könnten immer nur in den ersten zwei Wochen im Mai beantragt werden. Man solle also bitte nächstes Jahr im Mai wiederkommen. Bjartes Forderung aus dieser Analogie war: "Wir wollen, dass die Bank immer geöffnet hat!"
Er erläuterte weiterhin diverse Probleme, die die Budgetierung generiert:
Bjarte erläuterte, wie bei seiner Firma StatoilHydro (übrigens die größte Firma Skandinaviens), heutzutage ohne Budgets gearbeitet wird. Wenn ein Projekt, eine Entwicklung, eine Innovation Geld benötigt, so wird dieses Geld zu jeder Zeit zur Verfügung gestellt, insofern das Unternehmen von dem Vorhaben überzeugt ist. StatoilHydro hatte die klassische Budgetierung 2005 aufgegeben, zu einer Zeit, in der der Markt für das Unternehmen sehr dynamisch und nicht mehr wirklich planbar war. Neben StaoilHydro sind auch andere Firmen vollkommen von diesem Vorgehen überzeugt, da es ihnen nicht nur mehr Freiraum für Innovationen gibt, sondern insgesamt auch deutlich weniger Geld ausgegeben wird.
Weiterführende Links und Referenzen zum Thema:
Jutta Eckstein (www.jeckstein.com , info@jeckstein.com) ist seit über zehn Jahren Beraterin und Trainerin im In- und Ausland.