The World of IT 02.08.10
Das kennt man ja inzwischen – man kommt auf eine Webseite und wundert sich schon lange nicht mehr, warum auf dieser internationalen Seite ausgerechnet ein Lokal aus Braunschweig (genau, schon wieder habe ich etwas preis gegeben ...) beworben wird.
Nun erhielt ich jedoch neulich eine Werbung, über deren Zusammenhang ich immer noch rätsele. Amazons Software hatte sich (richtig) gemerkt, dass ich vor Jahr und Tag mal "FIT for Developing Software: Framework für Integrated Tests" von Rick Mugridge gekauft hatte. – Übrigens ein empfehlenswertes Buch für alle, die sich mit Akzeptanztests näher befassen möchten. Nun gut, Amazon hat letzte Woche messerscharf geschlossen, dass mich aus diesem Grund mit Sicherheit auch "Lonely Children and Adolescents: Self-Perceptions, Social Exclusion, and Hope" von Malka Margalit begeistern müsste.
Mein Interesse ist definitiv geweckt – nämlich am Algorithmus der verwendeten Software. Vielleicht sollte ich das aber auch als Motivation verstehen und schnell mal ein paar Akzeptanztests für einsame Kinder und Heranwachsende erstellen, die deren Annahmen, Hoffnungen (und sozialen Ausschlusskriterien) überprüfen. Oder ist die Überlegung, dass FIT – wie ja auch aus dem Buchtitel hervorgeht – als Framework sowieso sehr anpassungsfähig sein müsste, genau wie die einsamen Kinder?
Inzwischen glaube ich, dass der Hintergrund dieses Marketings der ist, dass Amazons Algorithmus von der Annahme ausgeht, dass ich unbedingt dieses Rätsel lösen möchte und mir dafür dass angepriesene Buch kaufen muss. Nur so kann ich herausfinden, was diesen beiden Büchern gemein ist.
Jutta Eckstein (www.jeckstein.com , info@jeckstein.com) ist seit über zehn Jahren Beraterin und Trainerin im In- und Ausland.