Der beste Weg, Karteikarten ins System zu bekommen, führt über eine Excel-Liste (siehe Abbildung 2). Mingle wandelt deren Zeilen in Karteikarten um. Umgekehrt geht es ebenso. Die Liste lässt sich per Cut & Paste in das Projektmanagementwerkzeug übertragen. Es versucht, in den Spalten sinnvolle Attribute wie Id oder Name zu erkennen und zu extrahieren. Alle unbekannten Spalten enden als sogenannte Custom Properties, die man ignorieren kann.
Beim Import von Excel-Listen extrahiert das Werkzeug sinnvolle Attribute und wandelt die Zeilen in Karteikarten um (Abb. 2).
Als weiteres Features enthält Mingle ein Wiki sowie die Möglichkeit, eine Verbindung zum Versionskontrollsystem Subversion zu etablieren. IDs in den Subversion-Kommentaren zeigen auf die passenden Karten. Man kann ein Projekt als Schablone für weitere Projekte exportieren, die dann über die gleichen Attribute, Reports und Views verfügen. Drei Schablonen für verschiedene Projekttypen gehören zum Lieferumfang (Iterativ, XP und Scrum). Zudem Newsfeeds, E-Mail-Benachrichtigungen bei wichtigen Ereignissen, Projekthistorie und anderes mehr.
Eine Aufgabe in Mingle besteht aus mehreren Teilaufgaben. Diese einfache hierarchische Beziehung lässt sich in dem Tool nur schlecht abbilden. Zwar kann der Planer über selbst definierte Attribute Verweise auf übergeordnete Aufgaben erfassen, doch eine übersichtliche Darstellung, etwas in Form eines Baumes, gibt es nicht. Weiterhin fehlen eine deutsche Lokalisierung sowie die Option, auch andere Versionierungssysteme als Subversion anzubinden.
Ebenso ungewöhnlich wie das Werkzeug selbst erscheint Mingles Lizenzmodell. Open-Source-Projekte und nicht kommerzielle Organisationen dürfen das Tool kostenfrei benutzen. Kommerzielle Anwender bekommen die ersten fünf Lizenzen umsonst. Ab der sechsten möchte Thoughtworks 59 US-Dollar pro Monat und Benutzer haben – es geht also nur im Mietmodus.
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