Der Dotnet-Doktor 01.06.06
"Pünktlich" zum Start des DOTNET-DOKTOR-Weblogs hat Microsoft am 31.5. die zweite Beta-Version von WinFX freigegeben.
WinFX (Kurzform für „Windows Frameworks“) ist eine auf .NET-Code basierende Klassenbibliothek (im .NET-Jargon „Managed Class Library“), die die im .NET Framework 2.0 enthaltene Klassenbibliothek stark erweitert. WinFX war ursprünglich angekündigt als Name der Programmierschnittstelle in der nächsten Windows-Betriebssystemgeneration. Später wurde WinFX auf andere Windows-Systeme (Windows XP und Windows Server 2003) ausgedehnt.
Die erste Version von WinFX trägt die Versionsnummer 3.0 und steht damit in der Versionsnummernfolge von .NET und nicht von Windows (Windows Vista ist Windows NT Version 6.0). Erscheinen soll WinFX etwa zeitgleich mit Windows Vista, also laut letzter Ankündigung im November 2006. WinFX versteht sich einerseits als Add-On für das .NET Framework 2.0, andererseits umfassen die WinFX-Dokumentation und die -Beispiele auch die .NET 2.0-Dokumentation und -Beispiele. So gesehen ist WinFX 3.0 auch eine Obermenge von .NET 2.0. Möglicherweise gibt Microsoft dem kommenden .NET Framework (Codename "Orcas") daher die Versionsnummer 3.5, um WinFX und Orcas besser voneinander abgrenzen zu können.
Kernbestandteile
Kernbestandteile von WinFX sind:
Installationspakete
Zur Entwicklung von Anwendungen mit WinFX benötigt ein .NET-Entwickler folgende Installationspakete:
WinFX-Laufzeitkomponenten (WPF, WCF)
WinFX-Laufzeitkomponenten (WF)
Software Development Kit für WinFX (Dokumentation, Beispiele, Werkzeuge)
WinFX-Unterstützung für die Entwicklungsumgebung Visual Studio
Dr. Holger Schwichtenberg ist selbstständiger Technologieberater, Softwarearchitekt, Dozent und Fachjournalist mit dem Schwerpunkt "Softwareentwicklung auf der Windows-Plattform".