17.04.2009 14:11
Einer Ankündigung von Eclipse-Vorstand Mike Milinkovich zufolge geht die Common Public Licence (CPL) in die Eclipse Public Licence (EPL) auf. IBM und und die Eclipse Foundation hätten sich darauf geeinigt, um einer weitergehenden Diversifizierung unterschiedlicher Open-Source-Lizenzen entgegenzuwirken. Das bedeutet für die CPL, die weitestgehend ähnlich mit der EPL ist, das sie nicht mehr als aktive Open-Source-Lizenz betrieben wird. Formal heißt das, dass sie im Rahmen der Open Source Initiative (OSI) nicht mehr als "weit verbreitete Lizenz mit großer Community" gelistet, sondern nun in der Kategorie "überholter Lizenzen" aufgeführt wird.
Für CPL-Projekte, die die Lizenz nicht wechseln möchten, ändert sich laut Milinkovich nicht viel, da sie auch weiterhin mit ihr arbeiten können. Für wechselwillige Projekten hingegen soll ein einfacherer Prozess geschaffen werden, zur EPL wechseln zu können.
Die von der Eclipse Foundation 2004 initiierte EPL ist als Nachfolger der CPL zu betrachten. Die Symbian Foundation hat sie ebenfalls als Lizenz für ihre Projekte auserkoren, genauso wie Google sie als eine von einigen anderen Lizenzen für Google-Code-Projekte zulässt. Die Lizenz ist sowohl von der OSI als auch von der Free Software Foundation zugelassen. Sie gilt als geschäftsfreundliche Lizenz. Der gesamte Code darf auch unter einer anderen quelloffenen Lizenz oder als proprietäre Software weitergegeben werden, insofern der EPL-Code einem neuen Softwarestück hinzugefügt wird, bei dem es sich nicht um Software unter der EPL handelt.
(ane)
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