12.04.2011 18:40
Dass Oracle im Oktober die JavaOne wieder parallel zur Hausmesse Open World in San Francisco ausrichtet, stößt nicht auf die Zustimmung des Interessenverbunds der Java User Groups e.V. Die im iJUG zusammengeschlossenen deutschen Java-Anwender befürchten, dass die weltweit größte Java-Konferenz dadurch zunehmend an Bedeutung verliert.
Die Bedeutung der JavaOne sei spürbar gesunken, heißt es in einer Pressemitteilung. Zudem wären viele Teilnehmer der letztjährigen JavaOne mit ihrem Tagungsort, dem Hilton San Francisco Union Square, unzufrieden gewesen. Neben unzureichenden Räumen und intransparenter Konferenzorganisation bemängelten sie den fehlenden Community-Spirit, beispielsweise vermissten Teilnehmer laut einem iJUG-Mitglied die früher vorhandene Community-Ecke mit Kurzvorträgen oder den Gedankenaustausch in Birds-of-a-feather-Sessions.
Fried Saacke, Vorstandsvorsitzender des iJUG, fordert, dass Oracle die Bedürfnisse der Community einbeziehen müsse, "um der JavaOne wieder den Spirit früherer Jahre zu verleihen". Ansonsten würden "andere Veranstaltungen der JavaOne den Rang als führende Java-Konferenz ablaufen". So gebe es der iJUG zufolge schon jetzt gerade in Europa mehrere große Java-Konferenzen als Alternative.
(ane)