15.06.2011 17:00
Metasploit schreibt Kopfgeld auf Exploits aus
Das Metasploit-Enwicklerteam sucht nach Exploits für 30 Sicherheitslücken und lockt mit Kopfgeldern in Höhe von bis zu 500 US-Dollar. Die Schwachstellen wurden bereits von den Herstellern behoben. Allerdings wurden die Lücken zumeist direkt an die Hersteller gemeldet, wodurch die Details nie an die Öffentlichkeit geraten sind. Exploit-Enwickler können sich eine der Lücken reservieren und müssen anschließend innerhalb einer Woche einen passenden Exploit abliefern.
Gelingt ihnen dies nicht, wird die Schwachstelle wieder freigegeben. Unter den Top-5-Lücken, auf die das Team die maximale Prämie ausgeschrieben hat, befindet sich eine Lücke in der DNS-Namensabfrage von Windows, durch die ein Angreifer im gleichen Netz mit manipulierten Broadcast-Paketen die Kontrolle über einen anderen Rechner übernehmen kann. Auch für Lücken in der Windows-Bibliothek GDI+, Lotus Notes, im IBM Tivoli Directory Server und in Google Chrome hat das Team die maximale Prämie ausgeschrieben.
Für vier der Top-5-Lücken haben sich bereits Bewerber gefunden. Einzig an die Chrome-Lücke hat sich noch niemand heran getraut. In der 100-Dollar-Kategorie gibt es noch reichlich Schwachstellen zu besetzen. Die Exploits müssen als Metasploit-Module eingereicht werden und die Windows-Schutzfunktionen Adress Space Layout Randomisation (ASLR) und Data Execution Prevention (DEP) aushebeln, wenn diese im Weg sind.
(rei)
Ab sofort kann man sich mit Vorträgen für die neue Konferenz zu Agile ALM, Continuous Delivery und DevOps bewerben.
Am 5. und 6. Juni trifft sich in Toulouse die Eclipse-Community zur Erstauflage der EclipseCon France. Bis 26. Mai kann man sich noch zum Frühbucherpreis registrieren.