29.11.2011 10:09
Microsofts SQL-Server-Treiber für Linux als Preview
Microsoft hat eine Vorschauversion des SQL Server ODBC Driver for Linux vorgestellt. C- und C++-Entwickler sollen damit von Linux-Systemen aus Microsofts Datenbanksystem SQL Server ansprechen können. Konkret finden sie einen 64-Bit-Treiber für Red Hat Enterprise Linux 5 (RHEL), der SQL Server 2008 R2 und SQL Server 2012 ("Denali") unterstützt. Denali liegt als Release Candidate vor und wird die letzte Version des Datenbanksystems sein, die Microsofts OLE-DB-Schnittstelle (Object Linking and Embedding, Database) für den Zugriff auf Datenquellen unterstützen wird. Für die Zeit danach empfiehlt der Konzern ODBC-Provider (Open Database Connectivity).
Zusätzlich zu den gängigen Features eines ODBC-Treibers kann Microsofts Angebot Unterstützung mit dem Kerberos-Authentifizierungsprotokoll, SSL und Client-seitiger UTF-8-Zeichenkodierung umgehen. Technisch beruht der ODBC-Treiber auf der Windows-Version (SQL Server Native Client), deren Code die Redmonder für die Linux-Plattform angepasst haben.
Die Unterstützung für RHEL 6 ist laut einer früheren Ankündigung geplant, und 32-Bit-Versionen sind wohl in der Roadmap ebenfalls vorgesehen. Zudem ist die Unterstützung für Microsofts neue Failover-Funktion AlwaysOn geplant. Offen ist noch, ob der neue SQL Server ODBC Driver mit anderen Unix-Systemen wie SuSE, Solaris und HP-UX funktionieren soll. Der Treiber selbst ist keine Open-Source-Software, und es sieht auch nicht danach aus, dass Microsoft den SQL Server unter Linux direkt unterstützen wird.
(ane)
Ab sofort kann man sich mit Vorträgen für die neue Konferenz zu Agile ALM, Continuous Delivery und DevOps bewerben.
Am 5. und 6. Juni trifft sich in Toulouse die Eclipse-Community zur Erstauflage der EclipseCon France. Bis 26. Mai kann man sich noch zum Frühbucherpreis registrieren.