23.05.2011 11:15
Software AG kauft Java-Clustering-Spezialisten Terracotta
Die Darmstädter Software AG kauft wieder ein. Diesmal trifft es Terracotta, einen Anbieter von
Clustering- und Caching-Techniken für Java-Anwendungen. Das zweitgrößte deutsche Softwarehaus übernimmt die US-amerikanische Firma mit allen Software-Rechten für einen mittleren 2-stelligen Euro-Millionenbetrag in bar bis Juni 2011. Offiziellen Angaben zufolge sollen Management und Angestellte in den Forschungs- und Entwicklungsbereich der Software AG integriert werden.
Bereits in den vergangenen Monaten hatte das Darmstädter Unternehmen wiederholt angedeutet, das eigene Portfolio für den Einsatz und die Unterstützung des Cloud-Computing-Konzeptes technisch anreichern zu wollen. Mit der Übernahme von Terracotta hat es nun Zugriff auf die erforderlichen Cluster- und Caching-Techniken (Ehcache) sowie In-Memory-Verfahren (BigMemory).
Wie Ari Zilka, Terracottas Gründer und Cheftechnologe in seinem Blog kundtat, sollen die Produkte künftig die Skalierbarkeit und den Durchsatz der Middleware-Plattform WebMethods verbessern. Die Software AG geht davon aus, die ersten Kombi-Produkte im vierten Quartal 2011 auf den Markt zu bringen. Für das nächste Jahr ist die Markteinführung von Platform-as-a-Service-Varianten (PaaS) der eigenen Software geplant.
Terracotta wurde 2003 gegründet und beschäftigt 55 Mitarbeiter in Entwicklungszentren in San Francisco und Neu Delhi. Das Unternehmen arbeitet als so genannte kommerzielle Open-Source-Firma: Die meisten Produkte gibt es in einer kommerziellen Unternehmensvariante und einer freien Open-Source-Version. An diesem Modell will die Software AG nicht rütteln. Das bekannteste Produkt ist wohl Ehcache, das unter anderem in Hibernate, Grails und Cold Fusion eingesetzt wird. Mit BigMemory – ein Java-Add-On, das das übliche Speichermanagement der JVM umgeht – wurde die US-Firma im vergangenen Jahr bei den In-Memory-Techniken aktiv. (Achim Born)
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(ck)
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