07.05.2010 11:05
SpringSource kauft Datenmanagement-Spezialisten GemStone
Die VMware-Tochter SpringSource hat mit GemStone Systems einen Spezialisten im Bereich Datenmanagement übernommen. Die bislang von privater Hand geführte Firma zählt rund 200 Kunden vor allem im Finanz- und Bankenbereich, die Produkte des Unternehmens finden anscheinend zunehmend im Regierungssektor der Vereinigten Staaten Verwendung. Sie sollen mit SpringSources Spring-Anwendungsframework und dem Apache-basierten tc Server integriert werden.
GemStones Kernprodukt GemFire ist eine In-Memory-Datenbank für verteilte Umgebungen mit Caching-Mechanismen, die zudem mit dynamischer Replikation und Datenpartitionierung umgehen kann. Mit der Übernahme der GemStone-Technik kristallisiert sich womöglich eine Konkurrenz zu Oracle heraus. Von Oracle gibt es beispielsweise vergleichbare Techniken, die in den Besitz des Konzerns durch die Übernahmen von Tangosol (Daten-Caching) und TimesTen (In-Memory-Datenbank) kamen.
Angaben zu den finanziellen Vereinbarungen der Übernahme haben die Unternehmen nicht gemacht. Die Übernahme schließt an eine weitere an, die SpringSource im April getätigt hatte, als die VMware-Tochter die englische Softwarefirma Rabbit Technologies übernommen hatte, die für die Entwicklung des Open-Source-Messaging-Systems RabbitMQ verantwortlich zeichnet.
Ziel ist es laut SpringSource-Chef Rod Johnson, die unterschiedlichen für das Cloud Computing relevanten Middleware-Techniken im Besitz der Firma miteinander zu verweben. Letzte Woche war VMware eine Partnerschaft mit Salesforce.com eingegangen, in deren Fokus steht, Java-Programmierern eine Plattform zu bieten, ihre Anwendungen in der Cloud schreiben können. Dafür bieten die beiden Unternehmen mit VMforce ein Gemeinschaftsprodukt an, das zentrale Techniken der beiden vereint.
(ane)
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