11.03.2009 15:34
Aus einer Umfrage von Talend geht hervor, dass viele Unternehmen bei der Datenintegration ihre proprietären Lösungen zunehmend durch quelloffene Angebote ergänzen. Der Spezialist für Open-Source-Datenintegration führte die Erhebung unter etwa 1000 Anwendern durch, die auf der Talend-Website ein Produkt-Download vorgenommen hatten. Die Hälfte der Antworten kamen aus den USA, weitere 35 Prozent aus Europa.
Rund ein Drittel der Teilnehmer setzen bei der Datenintegration auf eine Kombination aus proprietärer und quellofferer Software. Letztere kommt vor allem in solchen Szenarien zum Einsatz, die sich mit herkömmlichen, proprietären Produkten nicht meistern lassen oder wo die Anschaffung einer kommerziellen Lösung das Kosten-Nutzen-Verhältnis sprengt. Vor allem im Bereich der operativen Datenintegration – wo Daten von einer zur nächten Geschäftsanwendung fließen, zum Beispiel von einem ERP- zu einem CRM-System – spielen freie Lösungen eine Rolle. Jedoch auch als ETL-Lösung (Extract, Transform, Load) für Business-Intelligence-Zwecke und Data-Warehousing sind sie bei den Umfrage-Teilnehmern gefragt. Weitere Einsatzfelder sind das einmalige Laden von Daten in Informationssysteme sowie Datenmigration.
Anwender erwarten von quelloffenen Tools die gleiche Performance und Enterprise-Features wie von proprietären Applikationen. Benutzerfreundlichkeit und Leistungsfähigkeit stehen an erster Stelle, wenn es um die wichtigsten Aspekte einer Open-Source-Lösung geht. Keine oder (vergleichsweise) niedrige Lizenzkosten und freier Zugang zum Quellcode rangieren weiter hinten auf der Skala. Bei unternehmenskritischen Anwendungen setzen die Befragten auf die garantierten Antwortzeiten und Support-Modelle professioneller IT-Dienstleister. Eine große Mehrheit der Befragten (fast 85 Prozent) wendet sich jedoch mit Support-Anfragen in erster Linie an die Community. Zwei Drittel von ihnen sind auch gewillt, aktiv in der Community mitzuarbeiten.
Siehe dazu auch das Whitepaper Usage Landscape Enterprise Open Source Data Integration auf der Website von Talend. (Alexandra Kleijn)
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(akl)