Deep_Thought schrieb am 31. Juli 2009 03:58
> Ulriko schrieb am 30. Juli 2009 14:24
> > - weitere Behauptungen, die nicht nachvollziehbar,
> > sondern mit Binsenweisheiten begründet werden wie
> > > "Using the mouse is almost always the worst possible
> > > violation of economy of motion"
>
> Das wurde nicht mit Binsenweisheiten begründet, sondern
> unter anderem mit einem Timing-Test, der offenbarte, daß
> fast immer die Ausführung einer Aktion mit einer
> Tastenkombination schneller ging als mit der Maus.
90% aller Anwender an PCs arbeiten zu 90% mit Anwendungen,
wo das völliger Unsinn ist. Zellen in Tabellenkalkulationen
ansteuern, Objekte in CAD- oder Präsentationsprogrammen
erstellen, graphische Datenmodellierung, Texte in Satz-
Programmen umstellen und mit Formaten auszeichnen, Karten
bearbeiten, Platinenlayouting etc. pp. - das will ich mal
gerne alles ohne Mausbedienung sehen. Das ist nicht nur
nicht schneller, das ist so grausam, dass man es gar nicht
machen wird, weil es völlig ineffizient wird. Man muss also
davon ausgehen, dass der Typ entweder ein extrem schmales
Erfahrungsspektrum hat, innerhalb dessen seine Regeln
eben gelten, oder dass er ein religiöser Fanatiker ist
(sorry, so hart wollte ich das alles nicht formulieren,
ist jetzt eher eine Reaktion auf den Ton Deines Postings).
> Religiös ist vor allem dein Gewetter gegen Emacs und
Wo wettere ich gegen Emacs? Diese Behauptung überrascht
mich einigermaßen. Ich kritisiere den verlinkten
Jubeltext, der Behauptungen enthält, die ich sachlich
für falsch halte. Mit dem Emacs hat das gar nichts
direkt zu tun, es geht um Mausbedienung oder Benutzung
von IDEs generell.
> seine Benutzer hier im Forum. Hat der dir mal ein Date
> versaut, oder woher die Abneigung?
Religiös sind Behauptungen wie die, dass Tastenkürzel
immer schneller seien als Mausbewegungen und Mäuse
daher immer sinnlos. Das ist sogar logisch defekt,
denn es gibt eben sehr viele Funktionen, wo es keine
passenden Tastenkürzel gibt, man aber mit der Maus
das Problem lösen kann.
Religiös klingen Aussagen wie die, dass man ein "lifelong
commitment" für Emacs machen müsse.
Und nahezu unverschämt ist eine Aussage wie die, dass
jeder, der eine IDE nutzt statt Emacs, nur ein Amateur
sein kann. Da gehe ich dann nicht zum Lachen in den Keller,
sondern stelle mir vor, dass der Autor eine arme Socke
ist der erlebt, dass Jahr für Jahr sich weniger Menschen
für sein Steinzeittool begeistern können und der mit
solchen Beleidigungen versucht, Leute, die sich für
Profis halten, wenn schon nicht positiv durch überzeugend
geschriebene Vorteile anzulocken, dann doch negativ
durch Schmähung dazu zu bringen, weil ja kaum einer
sich als Amateur abqualifiziert sehen möchte.
Ulriko