bean blaster schrieb am 5. Juni 2009 12:06
> Ich glaube es gibt kaum einen dämlicheren Hype
> als SOAP/HTTP-RPC.
Für mich schon. Für mich ist XML schon ein "Eeeek!" Wort. Wenn ich
daran denke wie viele Protkolle und Speichersysteme auf XML
gewechselt haben - dadurch sind die Daten 4x so gross wie vorher
geworden, die Verarbeitung 10x so langsam, der Entwicklungsaufwand ca
doppelt so hoch und auch wenn jetzt jeder die Daten im Texteditor
öffnen kann, Vorteile haben daraus die wenigsten Anwendung ziehen
können. Vom vermehrten Arbeitsspeicher verbrauch will ich gar nicht
reden.
Mir ist klar dass Datenformate offen (also nicht so was wie .DOC),
dass sie strukturiert und flexibel sein müssen - aber das ginge auch
alles ganz ohne XML mit diesem Overkill Syntax und so tollen Dingen
wie XPath oder XSLT. Und wenn ich dann schon XML Namespaces höre.
Es gibt zwei Daten auf einem Rechner: Daten, die ein Nutzer per Hand
bearbeiten können soll (z.B. ne .TXT Datei) und Daten, die nur
Programme Verarbeiten können sollen (z.B. .JPG Bild). XML liegt
irgendwo dazwischen und vereint die *Nachteile* beider Arten. Es ist
weder einfach für Software noch einfach für Nutzer zu verarbeiten.
Ganz tolle Wurst.
Und da, wo es am meisten Sinn machen würde, da wird es nichtmal
benutzt, denn auch XHTML ist kein echtes XML! Folgendes geht nicht in
XML:
<p>Dieses Wort ist stark <strong>betont</strong> im Browser</p>
Um gültiges XML zu sein muss es so aussehen:
<p><text>Dieses Wort ist
stark</text><strong><text>betont</text></strong><text>im
Browser</text></p>
Und das macht jeder Browser intern auch erstmal aus XHTML.
/Mecki