Moin,
> Und genau da liegt der Denkfehler meiner Meinung nach. Man muß nicht
> jeden Mist, ob passend oder nicht, als Browseranwendung
> programmieren.
Nicht jeden Mist. In diesem Beispiel hier gehts um Browserspiele. Die
kann man überall spielen, wo man lediglich einen Browser (+Inet
Zugang) hat, und das ist mittlerweile "fast überall" in
Privathaushalten der Fall. Zudem kommen noch die Smartphones, die das
beherrschen.
> Der ist in Sachen UI halt immer noch tiefste
> Steinzeit, verglichen mit den Möglichkeiten moderner OS-UI, egal
> welcher Herkunft.
Schlichtweg Blödsinn! Man kann mit HTML5/CSS/JS schon ein OS grafisch
fast komplett simulieren. Aber wozu? Eine GUI soll nur die
Schnittstelle sein zwischen User und Funktionalität. Das geht im
Browser fast genausogut!
Und die Applikationen sind eben OS übergreifend, weil im Browser
ausführbar.
Gutes Beispiel:
Roundcube (Webmail)
Kann prinzipiell alles, was ein Emailclient können sollte. Ist
gegliedert wie Thunderbird und lässt sich prima und flüssig bedienen.
Wenn ich auf meine Mails zugreifen will, brauche ich dann eben KEIN
lokales, OS natives Mailprogramm.
> Ich bekomme z.B. jedesmal Schreikrämpfe, wenn ich
> mal wieder eine Browseranwendung benutzen muß und Tastaursteuerung
> nicht ansatzweise möglich ist.
Das ist kein Browserproblem, denn Shortcuts kann man auch über JS
abfangen. Auch Tab-Folgen können vorgegeben werden. Wo ist das
Problem?
Ich frag mich wirklich, was ihr habt... Solche Apps wie Google Maps,
GMail (+ Konsorten), Facebook, Soundcloud, youtube, YOUNAMEIT würden
ohne HTML/CSS/JS garnicht existieren! Und sind die schlecht?
Anscheinend nicht, sonst würden die ja nicht täglich Millionen Nutzer
haben!
Aber ihr würdet für die Dienste lieber lokal installierte Programme
vorziehen? Ich denke nicht...