Christian Stieber schrieb am 6. November 2009 14:21
> Und vor allem brauche ich das Zeugs ja garnicht.
Hm ... selbst wenn man nur das bessere Mergen braucht / gut
gebrauchen könnte, lohnt es sich.
Alles andere kann man ja ignorieren.
> Klar, man kriegt auf diese Weise ein implizites Backup --- aber mal
> ehrlich, wer braucht denn schon ständig irgendwelche alten
> Änderungen?
Z.B. dann, wenn man Fehler sucht und wer die wann eingebaut hat
("blame") - ist sehr flott wenn man die Historie lokal hat, aber
etwas träger wenn die erst vom Server kommen muss.
> Es ist völlig ausreichend wenn zumindest optional nur das
> Repository auf dem Server "unendlich" wächst, und die Clients nicht
> irgendwann gigabyteweise Daten vorhalten die niemanden mehr
> interessieren.
Ähm ... wenn das lokale Repository "gigabyteweise" Daten enthält,
dann hat man da vermutlich irgendwas eingecheckt, was ganz bestimmt
nicht nur Source Code ist und auch nicht nur ein bisschen Artwork.
Nur so zur Klarstellung: Aktuelle DSCM speichern Deltas oder im
Falle, dass die Delta nicht kleiner sind als die vollen Dateien auch
die vollen Dateien *in komprimierter Form*.
Bei (fast) reinen Source Code Repositories braucht deswegen
üblicherweise das lokale Repository *weniger Platz* als das Working
Directory. Und Subversion hält sowohl das Working Directory als auch
die Base Revision zum Working Directory lokal vor, braucht also in
der Regel genauso viel oder mehr Platz als das komplette Repo eines
DSCM + dem Working Directory.
Bei gut komprimierten, unveränderlichen und nicht ersetzten / nicht
gelöschten Binärdateien im Repository nahärt sich die Größe das
Repositories exakt dem des Working Directories an.
Wenn das Repo deutlich größer ist als das Working Directories, dann
hat man damit fleissig Änderungen an Binärdateien getrackt. Was
willst Du tun, damit Du Gigabyte an Änderungen an Binärdateien
wegschriebst - Deine Videoschnittprojekt oder die Modifikationen an
einem DIN A1-Poster als Grafikdatei wegschreiben??? Und selbst da:
Bei Videoschnitt und z.B. RAW-Fotobearbeitung würde man die
ursprüngliche Datei (unveränderlich) plus die Projektdateien
(veränderlich, speichern die Parameter welche in der Bearbeitung
festgelegt wurden) Versionieren - nicht die fertig gerenderten
Ergebnisse (z.B. den fertig geschnittenen Film oder das
"ausbelichtete" JPEG).
> Christian
Ciao,
JumpM