Ich habe mich bewusst gegen RoR und für Python entschieden, wie
einige, die ich kenne. Die Gründe dafür sind objektiv aber zu meinen
Anfangszeiten hätten mir solche Erfahrungsberichte geholfen, drum
schreib ich jetzt kurz mal darüber.
Ich wollte eine kleine Webanwendung zum privaten Fotoverwalten auf
die Beine stellen. Neben Java, .Net, PHP gab es eben auch Python und
ganz modern: Ruby. Der Funktionsumfang und die Ausrichtung Ruby on
Rails sprach mich an und ich legte mit diesem Framework los.
Es ging auch ganz passabel damit aber man merkte schon, dass Ruby
anders war, nur um anders zu sein. Und das ist einfach nicht schön.
Die stellenweiße komische Syntax bei der Objectvererbung, die Blöcke
statt ner "normalen" For-Schleife und die verschiedenen
Gültigkeitsbereiche von Variablen... Das sind keine wirklichen
Schwächen, die man nicht umgehen kann, aber sie haben mir den Spass
verdorben.
Ich will keine Sprache, die sich was anderes einfallen lässt, nur um
sich abzugrenzen. Ich will, dass eine Sprache auch mal auf gängigen
Konventionen aufbaut, wenn diese nicht schlecht sind.
Dazu sind dann auch noch Performance-Probleme gekommen. Der
Ruby-Interpreter ist halt gewöhnlich ein Tick langsamer als der
(normale) Pythoninterpreter.
Deshalb arbeite ich jetzt seit zwei Projekten nur noch mit Python und
bin mehr als glücklich.
Jemand, der RoR gut findet, kann ich durchaus verstehen. Aber Python
mit einem guten Framework ist für die meisten ernsthafteren Sachen
doch ein Tick besser geeignet.
Vor allem weil man bei Python zwischen einigen unterschiedlichen
Framworks und Webentwicklungsbibliotheken auswählen kann, und nicht
wie unter Ruby (quasi) auf RoR beschränkt ist.
So und jetzt macht mich Rot weil ich den Hybe nicht verstehe