Gnuplot verwandelt Messdaten in aussagefähige 2D- oder 3D-Grafiken, auf Wunsch auch in Gestalt animierter GIF-Dateien. Das Paket hat sich mit seiner Kommandozeilen-Bedienung als Standardanwendung für wissenschaftliche Plots etabliert, lassen sich doch darüber alle Funktionen auch von anderen Anwendungen wie Octave ausreizen. Freilich kann man Gnuplot auch unmittelbar benutzen, indem man Kommandos ins Terminal-Fenster des Programms Wgnuplot tippt, welches sich im bin-Verzeichnis des Archivs befindet. Auf diesem Weg lassen sich Rohdaten aus Text- oder Binärdateien einlesen.
Gnuplot 4.2.3 enthält gegenüber Version 4.2 einige Bugfixes. (hps)
Das populärste quelloffene Plotprogramm für wissenschaftliche Daten heißt Gnuplot. Es offeriert alle erdenklichen 2D- und 3D-Diagrammtypen und die üblichen Einstellmöglichkeiten, um Auftragungen zu skalieren und aus verschiedenen Richtungen zu betrachten. In der neuen Ausgabe kann das Programm auch Zeichenketten als Variableninhalt und als übergebene Funktionsargumente verarbeiten, und Daten aus Binärdateien einzulesen bereitet ebenfalls keine Probleme mehr. Ein weiteres Schmankerl hält der Treiber zur Ausgabe von GIF-Dateien parat, indem er dieses Format auch für Animationen nutzen kann. (hps)
GNUplot ist im GNU-Projekt seit fast 20 Jahren als mächtiges Werkzeug für die grafische Darstellung wissenschaftlicher Daten herangewachsen. Auf der CD in c't 8/05 haben wir die kompilierten Editionen der aktuellen Version 4.0 für Windows und Mac OS X untergebracht, aber auf die Linux-Version verzichtet, weil diese in vielen Distributionen des Betriebssystems schon enthalten ist.
GNUplot bringt die erarbeiteten Grafiken gleichermaßen im Bildschirmfenster zur Geltung wie auf dem HPGL-Plotter oder in Vektor- oder Bitmap-Bilddateien, PDF-Dokumenten oder über das TeX-Frontend LaTeX. Auf dem Mac fügt sich das Programm jetzt im Zusammenspiel mit AquaTerm in die Mac-typische Bedienoberfläche ein. (hps)
Die Entwicklung des nahezu für alle Betriebssysteme verfügbaren Funktionsplotters und Datenanalysators Gnuplot ging so langsam voran, dass wohl niemand mehr mit einer neuen Ausgabe rechnete. Nun ist die Version 4.0 da und wartet tatsächlich mit einigen praktischen Neuerungen auf.
Bereits seit über einer Dekade zieren die Funktionsgraphen und Datenplots des Freeware-Programms Gnuplot zahlreiche Semester-, Diplom- und Doktorarbeiten naturwissenschaftlicher Studenten. Der Grund für die Beliebtheit: Das kostenlose Programm fertigt 2D- sowie 3D-Plots inklusive Höhenlinien von Funktionen und Datensätzen an. Auch Regressionsanalysen, also die iterative Anpassung der Koeffizienten (nahezu) beliebiger Funktionen an Messdaten, erledigt Gnuplot dank seiner ausgereiften fit-Funktion im Handumdrehen.
Das Programm gibt seine Plots auf verschiedenste Terminals aus: (interaktive) Terminals zur Bildschirmdarstellung der Graphen, Plotter- und Drucksprachen inklusive PostScript respektive PDF sowie diverse Grafik- und TeX-spezifische Formate. Interaktiv sind die Bildschirmterminals seit Gnuplot 4.0 in der Tat: Erstmals erlaubt es, 3D-Plots mittels Maus und Tastatur zu drehen und zu zoomen sowie grafisch Abstände (linear) respektive Höhenunterschiede (logarithmisch) zwischen Peaks zu ermitteln. 3D-Darstellungen verleiht der neue pm3d-Stil eine deutliche Ähnlichkeit zu Mathematica- oder Maple-Plots. Es überzieht die ehemals nackte Wireframe-Darstellung mit höhenkodierten Farbpaletten. Auch geschlossene Flächen in 2D-Graphen lassen sich nun farbig füllen (filledcurves).
Abhängig vom gewählten Terminal - und der jeweiligen Plattform - stehen erweiterte Textformatierungen und Zeichenkodierungen zur Wahl, dank derer man nun auch ohne LaTeX-Kunstgriffe Sonder- und mathematische Zeichen in den Plots darzustellen vermag.
Äußerst erfreulich für diejenigen, die viel mit der Auswertung von Messreihen zu tun haben, ist der flexiblere Umgang mit angelieferten Messreihen oder aus Tabellenkalkulationen exportierten ASCII-Datensätzen. Der Befehl set datafile (missing, separator, commentchars) erlaubt es, Trennzeichen für Spalten anzugeben oder Kommentarzeilen aus den Datensätzen herauszufiltern - früher reichte schon ein übersehenes Komma in der Datei, um Gnuplot ins Straucheln zu bringen.
Insgesamt bietet Gnuplot zwar keine spektakulären Neuerungen, die Detailverbesserungen erleichtern aber nicht nur den Umgang, sondern werten die mit dem Programm erzeugten Plots erheblich auf, sodass die Anwender nicht mehr so neidisch wie bisher auf Mathematica & Co schielen müssen.
Übrigens: Auch wenn der Name es suggeriert, hat Gnuplot nichts mit dem GNU-Projekt zu tun, sondern wird unter einer deutlich strengeren Open-Source-Lizenz veröffentlicht, die es nicht gestattet, modifizierte Versionen zu verbreiten. (vza)
GNUPlot beherrscht zwei- und dreidimensionale Darstellung sowohl von Funktionen als auch von Datensätzen. Für die Weiterverwendung gibt es zahlreiche Exportmöglichkeiten der fertigen Diagramme. Noch ein Vorteil: Bei kaum einem Programm kommt man so schnell zu einem Ergebnis: Einfach plot sin(x)*tan(x) eingeben, und schon erscheint der Graph in einem eigenen Fenster mitsamt Achsenbeschriftung und Legende.
Das Programm besitzt eine kommandozeilenorientierte Schnittstelle, die größtmögliche Flexibilität erlaubt. Bei den Versionen für Windows und OS/2 unterstützt ein grafisches Menüsystem den Anwender. Doch auch die Unix-Benutzer müssen auf den Komfort einer grafischen Benutzerschnittstelle nicht verzichten: Das im Internet verfügbare Zusatzprogramm xgfe erweitert Gnuplot um dieses Feature.
Gnuplot unterstützt Ausgabeformate für zahlreiche Grafikprogramme wie Adobe Illustrator 3.0, CorelDraw, AutoCAD, FrameMaker, Tgif oder Xfig. Benutzer des Satzsystems TeX werden von Gnuplot besonders verwöhnt. Der TeXniker kann neben PostScript auch LaTeX-Bilder in verschiedenen Modi, eepic-, tpic-, pstricks- und texdraw-Bilder erzeugen. Auch eine Metafont-Schnittstelle steht bereit.
Die Windows-Version bietet nicht nur eine Kommandozeile, sondern auch eine grafische Benutzerführung an, die das Erlernen der Skriptsprache aber nicht ersetzen kann. Die Mac-Version ist 68k-Software. Power-Mac-Anwender müssen die `Classic´-Variante verwenden.