H2format

c't Magazin für Computertechnik

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Betriebssystem: Windows NT, Windows 2000, Windows XP, Windows Vista, Windows 7, Windows 10, Windows 8
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Downloadrang: 54
Datensatz zuletzt aktualisiert: 21.06.2016
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Wer Partitionen größer als 32 Gigabyte auf der internen Festplatte oder externen USB-Festplatte mit dem Dateisystem FAT32 versehen will, hat mit Bordmitteln von Windows ein Problem, wenn zum Beispiel große SD-Karten für Digitalkameras formatiert werden sollen – denn Windows formatiert Partitionen über 32 Gigabyte standardmäßig mit NTFS. Das Kommandozeilenprogramm H2format vom c't Redakteur Harald Bögeholz schafft in dieser Situation Abhilfe.

H2format formatiert große Partitionen

H2format kann Partitionen bis zu einer Größe von 8,8 Terabyte mit dem FAT32-Dateisystem formatieren. Eine externe Festplatte in gängiger Größe ist somit ebenfalls zügig FAT32 formatiert. Allerdings tut die Software dies nur, wenn die Partition nicht mit einem Dateisystem versehen ist. Der Autor der Freeware wollte nämlich verhindern, dass man versehentlich eine Partition formatiert, auf der noch Daten liegen, die ansonsten vernichtet würden.

Partition mit Windows-Mitteln löschen

Über die Computerverwaltung von Windows lässt sich eine formatierte Partition löschen, damit man sie anschließend mit H2format formatieren kann. Dazu ist in der Datenträgerverwaltung die gewünschte Partition zu wählen und im Kontextmenü "Volumen löschen..." anzuklicken. Danach muss für die gelöschte Partition ein neues, einfaches Volumen erstellt werden, das man aber nicht formatieren darf. Dabei ist der Partition auch ein Laufwerksbuchstabe zuzuweisen, damit die Festplatte o.Ä. im Dateisystem unter Windows anschließend komfortabel zu erreichen ist.

Leere Partition mit H2format formatieren

Wenn diese Schritte ausgeführt sind, kann die gelöschte und wieder angelegte Partition mit H2format formatiert werden. Dazu ist eine Eingabeaufforderung mit Administratorrechten zu öffnen. Im Startmenü drückt man über dem Programm "Eingebeaufforderung" die rechte Maustaste und wählt "Als Administrator ausführen" aus, wozu natürlich das Administrator-Passwort bekannt sein muss. Danach geht man in das Verzeichnis, in dem das Programm "h2format.exe" liegt. Es befindet sich übrigens in dem über unseren Download erhältlichen Archiv "h2format.zip", das sich zum Beispiel mit 7-Zip auspacken lässt. In der Eingabeaufforderung mit Administratorrechten ist dann der Befehl h2format x: einzugeben, wobei für x der Laufwerksbuchstabe einzusetzen ist, der der zu formatierenden Partition zugewiesen wurde.

Dies ist die einfache Art, mit H2format ein FAT32-Dateisystem zu erzeugen. Darüber hinaus lässt sich auch noch die gewünschte Clustergröße angeben. Diese kann 8, 16, 32 oder 64 Sektoren betragen. Bei einer Clustergröße von 32 Sektoren lautet der Befehl: h2format x: 32

Fehlercodes von H2format

In Foren liest man gelegentlich von Problemen im Umgang mit H2format, wobei auch der Fehlercode 5h oder 2h genannt wird. Ein Fehlercode erscheint zum Beispiel dann, wenn H2format in einer Eingabeaufforderung ohne Administratorrechte aufgerufen wurde oder wenn die zu formatierende Partition noch ein Dateisystem enthält – auch dann, wenn sie keine Dateien enthält. Deswegen achte man darauf, dass die Eingabeaufforderung mit Administratorrechten startet, die zu formatierende Partition zuvor gelöscht und als unformatierte wieder anlegt wird – wie oben beschrieben. Falls man nicht sicher ist, ob das Laufwerk, beziehungsweise die Partition, ohne Dateisystem ist, kann die Systeminfo helfen. Dazu geht man im Explorer auf den Laufwerksbuchstaben und wählt im Kontextmenü die Eigenschaften aus. Steht im Reiter "Allgemein" hinter "Dateisystem:" nichts, ist die Partition unformatiert und lässt sich mit H2format formatieren.

FAT32 hat Grenzen

Das Dateisystem FAT32 ist mittlerweile ein Standard-Dateisystem und in der Regel eine Voraussetzung, damit Digitalkameras, MP3-Radios oder andere Media-Player externe Speichermedien lesen können. Für Fotos und MP3-Dateien dürfte FAT32 keine Probleme bringen, denn diese Dateien sind in der Regel relativ klein. Video-Dateien können hingegen mehrere Gigabyte betragen, was zu einem Problem führt wenn sie größer als 4 Gigabyte sind, da die maximale Dateigröße bei einem FAT32-Dateisystem nur 4 Gigabyte betragen darf. Deswegen speichern manche DVB-S-Receiver beim Aufnehmen von TV-Sendungen diese in mehreren Videodateien mit je maximal einem Gigabyte.

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