VirtualBox

Oracle

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Preis: kostenlos; Extensionpack kostenlos für den privaten Gebrauch
Lizenz: Kostenlos
Betriebssystem: Windows NT, Windows 2000, Windows XP, Windows Server 2003, Windows Vista, Windows 7, Windows 8, Windows 10, OS X, keine näheren Angaben
Download-Größe: 90282 KByte bis 118409 KByte
Downloadrang: 86
Datensatz zuletzt aktualisiert: 22.07.2016
Alle Angaben ohne Gewähr

Virtualisierung ist heute in aller Munde. Mit VirtualBox lässt sich dies lokal auf dem eigenen Rechner oder im Enterprise-Einsatz via Netzwerk und Server realisieren.

Gastsystem auf dem Desktop

Die Virtualisierungssoftware VirtualBox von Oracle stammt ursprünglich vom Hersteller Innotek und erlaubt es, auf dem Desktop ein anderes Betriebssystem – ein Gastsystem – auszuführen. So lassen sich etwa Programme in der Virtuellen Maschine testen, bevor man sie auf dem Produktivsystem einsetzt. Zudem lässt sich so Software für andere Betriebssystme wie zum Beispiel Linux auszuführen, ohne, dass neben dem Windows-Rechner ein zweiter Computer notwendig ist. Gegenüber einem Dual-Boot-System bietet die Virtualisierung von VirtualBox den Vorteil, Schnappschüsse des Gastsystems zu erstellen, zu denen sich jederzeit zurückkehren lässt, was im Falle eines kritischen Fehlers kein Neuaufsetzen des Systems erfordert.

Gast und Host teilen sich die Hardware

Im Unterbau greift VirtualBox von Oracle auf die Hardware-Ressourcen des Hostsystems zurück und stellt einen Teil dem Gastsystem zur Verfügung. Daher sollte das Hostsystem auch ausreichend Arbeitsspeicher für sich selbst und den Gast bereithalten. Zur Not lässt sich der beanspruchte RAM-Bedarf reduzieren, was sich aber schnell negativ auf die Geschwindigkeit der VM (Virtual Machine) auswirkt. Generell sollte ein Gastsystem nicht benutzt werden um visuell leistungshungrige Software wie 3D-Spiele oder Video-Schnitt-Programme zu nutzen, da VirtualBox von Oracle nicht in vollem Umfang auf die Grafikkarte des Hostsystems zugreift. Die Festplatte für die Installation des Gastsystems wird als Image bereitgestellt. Hier unterstützt VirtualBox zahlreiche Formate, etwa VMDK, VDI oder QCOW. Die Vielzahl der unterstützten Formate vereinfacht es virtuelle Maschinen von verwandten Produkten wie QEMU oder der VMware Workstation Pro zu migrieren.

Unterstützte Systeme

Theoretisch lässt sich mit VirtualBox jedes System virtualisieren, dass auch regulär auf einem PC mit x86- oder amd64-Architektur lauffähig ist, unterstützt werden aber vor allem Windows, Linux, Solaris, BSD und Mac OS X – wobei sich letzteres aus technischen und lizenzrechtlichen Gründen nur auf Apple-Hardware virtualisieren lässt. Nicht offiziell unterstützte Systeme lassen sich nur mit erheblichem Aufwand und entsprechendem technischen Know-how nutzen und sind oft instabil. Das Programm Genymotion etwa nutzt Oracle VirtualBox intern, um Android zu virtualisieren und bietet Entwicklern damit eine Alternative zu Googles eigenem auf QEMU basierendem Android-Emulator.

Gasterweiterung für die Host-Gast-Kommunikation

Um die Integration in das Hostsystem zu verbessern stellt VirtualBox für die meisten Gastsysteme eine Gasterweiterung oder Guest Addition zur Verfügung, die als Programm in der Virtuellen Maschine installiert wird. Dies unterstützt die Ausführung im Vollbildmodus, gemeinsame Zwischenablage und Drag & Drop zwischen Host und Gast. Einige Systeme unterstützen auch den nahtlosen Modus, bei dem sich Fenster des Gasts wie Fenster des Hosts verhalten. Die Gasterweiterungen lassen sich nach der Installation des Gastsystems als virtuelles Medium einbinden und im Gast installieren.

VirtualBox ist eingeschränkt portabel

Durch die enge Verzahnung mit dem Host ist eine portable Version von VirtualBox offiziell nicht vorgesehen. Ein findiger Entwickler hat aber mit Portable-VirtualBox eine clevere Lösung entwickelt. Das Programm installiert Oracle VirtualBox auf einem USB-Stick und die benötigten Treiber von Oracle auf dem auszuführendem System nach Bedarf und entfernt sie anschließend wieder. Portable-VirtualBox läuft jedoch nur auf einem Windows-Hostsystem.

Lizenzierung

Seit der Version 4 bietet Oracle das Hauptprogramm unter der GPL-Lizenz und ein proprietäres Extension Package unter der hauseigenen Personal Use and Evaluation License (PUEL) an. Frühere Versionen von VirtualBox waren in zwei Binaries aufgeteilt – einmal als Open-Source-Variante ohne Erweiterungen und einmal als reguläre Version mit den proprietären Zusätzen. Generell versteht Oracle unter "Personal Use" jeglichen Gebrauch von VirtualBox, der selbst veranlasst ist und für eigene Zwecke – kommerziell oder nicht – gebraucht wird. Als Gegenbeispiel beschreibt Oracle die Verteilung der Software von einem Administrator an 500 Firmenrechner im Enterprise-Einsatz.

Enterprise Features

Mit dem Extension Pack und dem Tool VBoxManage lassen sich erweiterte Funktionen nutzen, die vor allem für Administratoren interessant sind. Ein Feature, das auch für reguläre Anwender interessant sein dürfte ist die Unterstützung von USB 2.0 durch das Extension Pack. Zusätzlich lässt sich mit dem Extension Pack eine Virtuelle Maschine via Netzwerk auf dem Server nutzen, was die eigene Hardware entlastet. Dank VBoxManage ist VirtualBox auch per Konsole nutzbar und erlaubt so Zugriff auf Funktionen, die das grafische Interface nicht bietet. So lässt sich etwa eine VMDK mit direktem Link auf ein physisches Laufwerk erstellen. Diese Funktion ist natürlich mit Vorsicht zu genießen, da so ein direkter Zugriff aus der VM auf das Dateisystem des Hosts möglich wird. Ein mögliches Szenario wäre beispielsweise eine Virtuelle Maschine direkt von einem bootfähigen USB-Stick aus zu starten.

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